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Linke Gegenmacht statt rechter Hetze!

Wie kommen wir aus der politischen Ohnmacht? Wie organisieren wir uns, gewinnen Mehrheiten und setzen unsere Ideen durch? In der neuen Ausgabe der „ÜBER:MORGEN“ geht’s um revolutionäre Realpolitik, linken Populismus und darum, wie wir gemeinsam wieder mehr bewegen können

Das erwartet euch in der 11. Ausgabe:

  • ✊ Revolutionäre Realpolitik: Wie wir aus der Ohnmacht kommen und Politik wirksam verändern.
  • 🚩 Niemals ohne dich! Welche Rolle spielt die GRÜNE JUGEND – und wie organisieren wir Politik von unten?
  • ✊ Sozialismus mit Machtanspruch: Was wir von den Democratic Socialists of America lernen können.
  • 🎙️ 5 Fragen, 5 Antworten: Im Gespräch mit Claudia Roth.
  • 🔥 Raus aus der Langeweile: Warum wir einen linken Populismus brauchen.
  • 🚨 Der Fall Lorenz: Kapitalismus, Rassismus und Polizeigewalt – wie hängt das zusammen?
  • 💚 Erfolge feiern: Von antifaschistischen Bündnissen bis zu Klimacamps und feministischen Kämpfen.

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Für linke Ideen, echte Veränderung und eine Politik, die von unten kommt.
Viel Spaß beim Lesen! 💚

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Umverteilung jetzt: GRÜNE JUGEND fordert Prioritäten im Haushalt für bezahlbares Wohnen, Schulen und Teilhabe

Hamburg, 09.10.2026, 21:45 Uhr

Die Grüne Fraktion will dem Angebot für ein Naturkundemuseum am Besenbinderhof nicht zustimmen. Die Grüne Jugend Hamburg unterstützt den Kurs, bei Großprojekten genauer hinzuschauen. Wenn die Haushaltslage wirklich so desolat ist, wie Dressels Finanzbehörde kommuniziert, muss das vorhandene Geld dorthin, wo Hamburg im Alltag zusammenkommt: in die Mitte der Stadt. Es geht nicht darum, Interessen gegeneinander auszuspielen, sondern um kluge und nachhaltige Entscheidungen.

Carro Göbel (dey/deren), Landessprecher*in GRÜNE JUGEND Hamburg:
„Wir fordern schon lange: Klare Umverteilung! Weg von Projekten wie dem Elbtower oder der neuen Kühne-Oper, und das Geld in die Mitte der Stadt geben, wo die Menschen es im Alltag spüren: in bezahlbares Wohnen, Clubkultur, zivilgesellschaftliche Projekte vor Ort, und gesellschaftliche Teilhabe aller. Senat und SPD sollten jetzt einsehen, dass der Elbtower und das Naturkundemuseum so keine Mehrheit haben, und nicht dasselbe Geld an einen anderen Standort verschieben. Die Regierung muss klug entscheiden, wofür unser Geld ausgegeben wird. Gut, dass genau jetzt, mitten in den Haushaltsverhandlungen, diese Fragen gestellt werden.”

Leon Meyer (er/ihn), Landessprecher GRÜNE JUGEND Hamburg:
„Schulen bröckeln, bei Ganztag und Schulbegleitung wird gespart, in der Jugendhilfe fehlt Geld. Deshalb müssen Schulen jetzt Vorrang haben. Das heißt nicht, dass Hamburg kein Naturkundemuseum braucht: Das Leibniz-Institut leistet mit Forschung, Reallaboren und Schulbesuchen viel. Aber es muss ein Museum sein, das den Bedürfnissen der Institute und Forschenden wirklich entspricht und das Beteiligung ermöglicht, kein Prestigebau und keine Notlösung für den misslungenen Elbtower.”

Pressekontakt:
presse@gruenejugendhamburg.de

Keine Macht mehr der CDU

Die CDU will Grünen und SPD erklären, mit wem sie regieren dürfen. Ausgerechnet die Partei des tennisspielenden Wegner, die im Bund Antisemitismus zur Ausländerfrage erklärt und in Hamburg jetzt eine populistische Aktuelle Stunde bastelt. Wer so Politik macht, ist kein Ratgeber. Unser Rat an Grüne und SPD: einmal weniger auf die CDU hören.

Rot-Rot-Grün hat in Berlin eine klare Mehrheit. Eine Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen hat nur zwei Stimmen Mehrheit, und vier Abgeordnete der Grünen Jugend Berlin haben sich schon gegen diese Option ausgesprochen. Damit ist Kenia faktisch vom Tisch. Dass Rechte und Springer-Presse trotzdem so laut gegen Links kampagnieren, hat einen Grund: Mit Berlins Stimmen im Bundesrat rückt ein AfD-Verbotsverfahren näher. Unser Appell an die Grünen, inklusive Cem Özdemir und Katharina Fegebank: Fallt nicht darauf rein.

Die Grüne Jugend Hamburg kritisiert die Aussage von Zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank vom vergangenen Freitag scharf. Sie hat im Layout des Senats ein parteipolitisches Statement veröffentlicht und damit ihre Rolle als Senatsmitglied verlassen. Zudem pauschalisiert sie eine ganze Partei, statt Konsequenzen für einzelne Personen zu fordern. Kriminalität scheint nur dann ein Problem zu sein, wenn die Täter migrantisiert sind, während Männer aus der Cum-Ex-Affäre als verlässliche Koalitionspartner gelten. Von rechten Kräften und der Springer-Presse erwartet die Grüne Jugend nichts anderes, vom grünen Spitzenpersonal erwartet sie mehr.

Die Grüne Jugend Hamburg fordert einen konstruktiven Umgang miteinander. Dazu gehört, Konsequenzen für Einzelne zu ziehen statt ganze Parteien zu verurteilen, Volksentscheide ernst zu nehmen und umzusetzen und Antisemitismus als strukturelles Problem aller Parteien anzuerkennen und ernsthaft überall anzugehen.

Berlin hat gewählt. Warum das jetzt genau Thema der Aktuellen Stunde in Hamburg sein muss, erklärt sich für uns nur damit, dass die CDU mal wieder alles versucht, um Rechten zu gefallen und von eigenen Krisen und Personaldebatten abzulenken. Wir erwarten, dass die anderen demokratischen Parteien da nicht mitspielen.

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Die 10. Ausgabe des Mitgliedermagazins der GRÜNEN JUGEND ist da!

In dieser Ausgabe schauen wir uns genauer an, wie eine gerechtere Gesellschaft aussehen kann – und was wir dafür verändern müssen.

Was erwartet euch in der neuen Ausgabe?

  • Warum Umverteilung antifaschistisch ist?!
  • Warum brauchen wir einen Mietendeckel? Mietendeckel JETZT!
  • Warum und Wie wir umverteilen müssen!
  • Ostdeutschland zwischen Revolution und Privatisierung
  • Interview: mehr Macht der Jugend?!

Lust auf die neue Ausgabe?
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GRÜNE JUGEND Hamburg-Harburg wählt neuen Kreisvorstand!

Kreisvorstand GRÜNE JUGEND Hamburg-Harburg.
Hintere Reihe von links nach rechts: Florian Schuster, Carolin Schmelzer, Rama Alabdo.
Vordere Reihe von links nach rechts: Arda Lal, Eddie Arriaga Flores
Foto: Marika Esch

Starkes Team für Hamburg-Harburg!

Die GRÜNE JUGEND Hamburg-Harburg hat einen neuen Kreisvorstand gewählt. Wir freuen uns auf ein engagiertes Team, das Harburg gemeinsam sozialer, klimagerechter und lebenswerter machen will.

 

Willkommen im Vorstand!

 

Rama Alabdo und Eddie Arriaga Flores sind die neuen Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND Hamburg-Harburg. Beide bringen neue Perspektiven, Motivation und Lust auf politische Veränderung in den Kreisvorstand. Gemeinsam wollen sie die GJ vor Ort stärken, Räume für Austausch und Diskussion schaffen, neue Mitglieder ansprechen und sich mit Initiativen in Harburg und Süderelbe vernetzen.

 

Unterstützt werden sie von den Beisitzer*innen Arda Lal, Carolin „Caro“ Schmelzer und Florian Schuster. Gemeinsam bringen sie unterschiedliche Erfahrungen, Ideen und politische Perspektiven in die Vorstandsarbeit ein. Im Mittelpunkt stehen dabei eine offene und zugängliche GRÜNE JUGEND, kreative politische Kommunikation sowie konkrete Verbesserungen für ein gerechtes, nachhaltiges und lebenswertes Harburg.

 

Danke an alle, die kandidiert, organisiert, diskutiert und abgestimmt haben. Wir freuen uns auf die kommende Zeit im Kreisverband Hamburg-Harburg! 💚

 

GRÜNE JUGEND Hamburg wählt neue Mitglieder in den Landesvorstand

Landesvorstand GRÜNE JUGEND Hamburg. Von links nach rechts: Maximilian Alsen, Marika Esch, Leon Meyer, Lysander Gipp, Magnus Amon Richter, Annika Kruse, Lara Bolt de Freitas. Fehlend: Carro Göbel.
Foto: Emma (@sebastian.tgj)

Neue Gesichter im LaVo – und ein herzliches Dankeschön!

Ein bewegender Tag für die GRÜNE JUGEND Hamburg: Bei unserer Landesmitgliederversammlung am 6. Juni 2026 haben wir nicht nur viele wichtige Beschlüsse gefasst und unsere Satzung erfolgreich reformiert – wir haben auch zwei neue Mitglieder in unseren Landesvorstand gewählt. Gleichzeitig verabschieden wir uns von zwei Menschen, die unsere Arbeit in den letzten acht Monaten mitgestaltet haben.

Willkommen im LaVo: Max und Annika!

Wir freuen uns riesig, zwei tolle Menschen in unserem Landesvorstand begrüßen zu dürfen:

Maximilian Alsen

Max ist 15 Jahre alt, Schüler und seit November 2025 bereits im Redaktionsteam der GJ Hamburg aktiv. Er weiß aus eigener Erfahrung, wie es sich anfühlt, in politischen Räumen immer der Jüngste zu sein – und genau das will er ändern. Als Koordinator möchte er junge Perspektiven klar mit linken Inhalten verbinden, die GJ niedrigschwelliger und attraktiver für Schüler*innen und U18 machen. Wir freuen uns auf deine Energie im LaVo, Max!

Annika Kruse

Annika ist 24 Jahre alt und studiert Politics, Economics and Philosophy im Master. Sie bringt jahrelange Erfahrung aus dem Klimaaktivismus mit: Als Pressesprecherin von Fridays for Future hat sie vor zehntausenden Menschen gesprochen, ist zu internationalen Konferenzen gereist und hat zuletzt beim Hamburger Zukunftsentscheid die Social-Media-Arbeit und Teile der Finanzen verantwortet. Für die GJ Hamburg ist ihr Ziel klar: Klimaziele einhalten, soziale Gerechtigkeit stärken und einem Senat, der die Menschen in Hamburg aus dem Blick verloren hat, Beine machen. Willkommen an Bord, Annika!

Danke, Kyle und Lilli!

Kyle Kreuter und Lilli Hacker treten aus kapazitären Gründen aus dem Landesvorstand zurück. Wir wissen, was die Arbeit im LaVo bedeutet – sie kostet Zeit, Nerven und manchmal auch Schlaf. Umso mehr danken wir euch beiden für alles, was ihr in den vergangenen acht Monaten für die GJ Hamburg geleistet habt. Danke, Kyle. Danke, Lilli.

Eine starke LMV

Die Landesmitgliederversammlung am 6. Juni war aber nicht nur wegen der Vorstandswahlen ein besonderer Tag. Gemeinsam haben wir viele starke Beschlüsse gefasst und unseren Satzungsreformprozess erfolgreich abgeschlossen. Das war viel Arbeit, und sie hat sich gelohnt.

Ein großes Dankeschön gilt allen, die an der Vorbereitung und Durchführung der LMV mitgewirkt haben. Ob beim Präsidium, der Moderation, der Technik, der Orga im Hintergrund, oder den Fotos.

Und natürlich danken wir allen Mitgliedern, die dabei waren, mitdiskutiert und mitabgestimmt haben. Ihr seid der Grund, warum unsere Versammlungen mehr sind als Pflichtprogramm.

Auf eine starke zweite Jahreshälfte – gemeinsam. 💚

Der Landesvorstand der GRÜNEN JUGEND Hamburg

Jusos Hamburg und GRÜNE JUGEND Hamburg lehnen Einführung der Regelanfrage durch rot-grünen Senat ab

Die Hamburgische Bürgerschaft wird am 17. Juni über den umstrittenen Gesetzesentwurf des rot-grünen Senats beraten, welcher die Einführung der Regelanfrage beim Verfassungsschutz für den öffentlichen Dienst in Hamburg vorsieht. Die Jusos Hamburg und die GRÜNE JUGEND Hamburg halten das Gesetz für einen historischen Fehler. Sie laden am 16. Juni um 15 Uhr zu einer öffentlichen Pressekonferenz auf die Schleusenbrücke ein, bei der auch Tanja Chawla, Vorsitzende des DGB Hamburg, und Hans-Peter de Lorent, Träger des Bundesverdienstkreuzes und ehemaliger Betroffener von Berufsverboten, sprechen werden

Das Gesetz zur Einführung einer Regelanfrage sieht vor, dass der Verfassungsschutz bei Bewerber:innen und bestimmten Bediensteten des öffentlichen Dienstes überprüft, ob geheimdienstliche Erkenntnisse im Zentralregister der Nachrichtendienste (NADIS-WN) über die Person vorliegen. Sollte das Gesetz die Hamburgische Bürgerschaft am 1. Juli passieren, dürften mehrere tausend Menschen jährlich in Hamburg durchleuchtet werden.

Mit der Regelabfrage möchte der Hamburger Senat laut eigener Darstellung verhindern, dass religiöse Extremist:innen und Rechtsextremist:innen in den öffentlichen Dienst gelangen. Trotz der grundsätzlich nachvollziehbaren und lobenswerten Motive warnen nicht nur die Jugendorganisationen, sondern auch die Gewerkschaften vor den weitreichenden und unverhältnismäßigen Folgen, die dieses Instrument nach sich ziehen kann. Historisch erinnert die Regelabfrage an die Logik des sogenannten „Radikalenerlasses“, der in den 1970/80er Jahren zu Berufsverboten insbesondere im gesellschaftlich linken Milieu und ein massiver Eingriff in die Grundrechte von Betroffenen ist. Erst im Jahr 2018 hatte die Hamburgische Bürgerschaft die Umsetzung des Radikalenerlasses bedauert und eine wissenschaftliche Aufarbeitung beschlossen. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit bezeichnete die Überprüfung durch den Verfassungsschutz 2022 als „unrühmliches Kapitel der Hamburger Geschichte“ und entschuldigte sich im Namen der Bürgerschaft bei den Betroffenen.

Wir teilen die Sorgen, die der DGB Hamburg in der Pressemitteilung vom 29. Mai 2026 geäußert hat. Die Vorsitzende des DGB Hamburg Tanja Chawla, die an der Pressekonferenz am kommenden Dienstag ebenfalls teilnehmen wird, sagt dort: „Der Senat schießt mit diesem Gesetz weit über das Ziel hinaus. (…) So schreckt man junge Leute ab – gerade jene, die sich für Klimaschutz, Frieden und gegen Rechtsextremismus einsetzen.“

Historische Parallelen zum Radikalenerlass der 1980er Jahre

Hans-Peter de Lorent, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Mitglied der Grünen und ehemaliger Betroffener von den Berufsverboten in Hamburg: „Vor zwei Jahren hat sich die HamburgischeBürgerschaft für die Berufsverbote entschuldigt, die bundesweit tausenden Menschen ihre berufliche Existenz gekostet haben. Den wenigsten Abgeordneten der rot-grünen Fraktion dürfte bewusst sein, welche weitreichenden Folgen die Einführung der Regelanfrage in Hamburg haben wird.“

Hamburg war das erste Bundesland, in dem auf Grundlage des Radikalenerlasses ab dem 23. November 1971 Berufsverbote ausgesprochen wurden. Dazu De Lorent: „Hamburg prescht erneut vor und möchte Bewerber des Öffentlichen Dienstes überwachen. Das halte ich für einen fatalen Fehler.“

Vielschichtige Kritik am Gesetz

Bereits bei der Sachverständigenanhörung des Innenausschusses waren verschiedene Probleme des Gesetzesentwurfs benannt worden. Insbesondere der Maßstab der sog. Verfassungstreue bleibt völlig unklar. Ob die Teilnahme an einer Demonstration der Seebrücke oder der Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes (VVN-BdA), beide Gruppen tauchten in der Vergangenheit in Berichten des Landesamts für Verfassungsschutz auf, für eine Ablehnung durch die Personalstelle ausreicht, bleibt so offen. Hier wurde trotz Warnungen der Sachverständigen nicht nachgeschärft, der Gesetzesentwurf des Senats blieb unverändert.

Zudem kann die Regelanfrage kann schon in diesem Jahr zum Eigentor werden: Sollte die in Sachsen-Anhalt gesichert rechtsextreme, völkische AfD das dortige Innenministerium übernehmen, kann sie nach Belieben Informationen in das nachrichtendienstliche Informationssystem einspeisen. Die Hamburger Behörden wären dann dazu verpflichtet, diese Erkenntnisse hierzulande bei der Einstellung in den öffentlichen Dienst zu berücksichtigen.

Defizitärer Rechtsschutz

Im Gegensatz zum historischen Radikalenerlass soll es Betroffenen der Regelanfrage zwar grundsätzlich möglich sein, mit einer Klage vor das Verwaltungsgericht zu ziehen.

Paul Strothmann, Landesvorsitzender der Jusos Hamburg und selbst Jurist, schränkt jedoch ein: „Der Verfassungsschutz ist ein Geheimdienst und arbeitet entsprechend mit geheimdienstlichen Mitteln. Die Sicherheitsbehörden sind deshalb auch rechtlich gar nicht verpflichtet, im Falle einer ‚erfolgreichen‘ Regelanfrage alle Erkenntnisse offenzulegen – auch wenn der Senat volle Transparenz verspricht.“

Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hunderte Buchhandlungen vom Bundesamt für Verfassungsschutz durchleuchten ließ. Mehrere Buchhandlungen, darunter die „Buchhandlung im Schanzenviertel“ aus Hamburg, waren in diesem Zuge vom Deutschen Buchhandlungspreis ausgeschlossen worden. Insbesondere weil die Buchläden nichts von der geheimdienstlichen Abfrage wussten, gab es einen breiten medialen Aufschrei. Weil die Überprüfung dabei ohne gesetzliche Rechtsgrundlage vorgenommen wurde und deshalb offensichtlich rechtswidrig war, sagte Wolfram Weimar die Preisvergabe daraufhin komplett ab.

„Der Verfassungsschutzskandal um den Deutschen Buchhandlungspreis muss uns als warnendes Beispiel dienen. Geheimdienste haben eine Aufgabe, nämlich die unmittelbare Gefahrenabwehr. Wenn Geheimdienste in andere Lebensbereiche eingreifen, wird es mit Blick auf Grundrechte der Bürger:innen brandgefährlich“, ergänzt Strothmann.

Breite Kritik muss die Fraktionen zum Umdenken bringen

In der jüngeren Vergangenheit sind in Hamburg tatsächlich vereinzelte Mitarbeitende durch islamistische bzw. rechtsextreme Aktivitäten aufgefallen. Dabei handelte es sich allerdings nicht um verbeamtete Lehrerinnen oder Polizisten, die man nach der Verbeamtung auf Lebenszeit tatsächlich nur unter sehr hohen rechtlichen Hürden aus dem Dienst entfernen kann. Stattdessen sind es vor allem vorübergehend bzw. tariflich Beschäftigte gewesen, bei denen die rechtlichen Hürden für eine Entfernung aus dem öffentlichen Dienst weitaus niedriger sind.

„Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes werden mit der Regelanfrage unter Generalverdacht gestellt. Dabei zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre sehr deutlich: Der öffentliche Dienst kann mit den bestehenden Instrumenten sehr gut geschützt werden – auch ohne die geplante Regelabfrage. “, so die Jusos und die Grüne Jugend Hamburg.

Leon Meyer, Landessprecher der Grünen Jugend: „Der Widerstand gegen dieses Gesetz wird von dutzenden Jugendorganisationen unterstützt, darunter die Jugendorganisationen der beiden Hamburger Regierungsparteien. Das hat seinen Grund: Hamburg ist das erste Bundesland, das derart weitreichende Überprüfungen durch den Geheimdienst ermöglichen will.“ Mit Blick auf den fortgeschrittenen Gesetzgebungsprozess in Hamburg werden nun auch in anderen Bundesländern entsprechende Regelungen diskutiert. Dazu Meyer: „Die Hamburgische Bürgerschaft muss ihre Kontrollfunktion wahrnehmen und diesen Gesetzesentwurf stoppen!“

Zur Pressekonferenz am 16. Juni

An der Pressekonferenz werden teilnehmen: Tanja Chawla, Vorsitzende des DGB Hamburg, Hans-Peter de Lorent, Betroffener des Radikalenerlasses, Paul Strothmann, Jusos Hamburg, Leon Meyer, Grüne Jugend Hamburg. Die Pressekonferenz wird moderiert von Antje Géra.

Fragen der Presse sind ausdrücklich erwünscht.

Nach Olympia-Debakel: GRÜNE JUGEND Hamburg fordert personelle Konsequenzen

Das Hamburger Olympia-Referendum ist gescheitert.

Die Bürger*innen dieser Stadt haben sich im heutigen Referendum gegen die Hamburger Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen. Dieses Ergebnis ist das logische Resultat einer Senatspolitik, die die Lebensrealität der Hamburger*innen konsequent ignoriert. Nach den Verlusten bei der Bürgerschaftswahl und der fatalen Fehleinschätzung beim Zukunftsentscheid, steht die rot-grüne Koalition nun vor den Trümmern eines weiteren, millionenschweren Prestigeprojekts.

Hierzu erklärt Carro Göbel (dey/deren), Landessprecher*in der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

In solch einer angespannten Wirtschaftssituationen und während laufenden Haushaltsverhandlungen, die von Kürzungen bestimmt sind, 11 Millionen Euro alleine für das Konzept, Werbung und Referendum auszugeben ist frech. Es ist ein beschämender Umgang mit Hamburger Geldern.

Leon Meyer, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg führt weiter aus:

Die Hamburger*innen haben ein klares Zeichen gegen die Event-Politik des Senats gesetzt. Während der SPD-geführte Senat Millionenbeträge aus Steuergeldern für eine aggressive und unehrliche Marketingkampagne verpulvert hat, verfällt die soziale Infrastruktur dieser Stadt. Die SPD hat sich einmal mehr als Agentin von Bau- und Wirtschaftskonzernen inszeniert, der profitorientierte Großprojekte wichtiger sind als sozialer Wohnungsbau und echte Klimagerechtigkeit. Dass die Hamburger GRÜNEN diesen unsozialen Kurs maßgeblich mit tragen, ist ein schwerer Fehler.

Das gescheiterte Referendum ist ein klares Misstrauensvotum gegen den aktuellen Regierungskurs. Der Versuch, das Projekt durch Parteibeschlüsse ökologisch reinzuwaschen, wurde von der Bevölkerung richtigerweise als Greenwashing für ein zutiefst intransparentes und undemokratisches IOC entlarvt.

Dieses Ergebnis zeigt, dass die Hamburger*innen sich nicht von hohlen Nachhaltigkeitsversprechen blenden lassen. Die Hamburger*innen wollen keine Milliardengrab-Projekte, deren Zeche am Ende die Allgemeinheit zahlt. Wer nach schmerzhaften Wahlergebnissen mit insgesamt zweistelligen Prozentverlusten und nun einem weiteren verlorenen Referendum immer noch glaubt, einfach zur Tagesordnung zurückkehren zu können, leidet unter Realitätsverlust.

so Leon Meyer weiter.

Angesichts dieser desaströsen Fehleinschätzung des Senats fordert die GRÜNE JUGEND Hamburg personelle und inhaltliche Konsequenzen im Rathaus.

Der Senat und die Senatsparteien haben es zum wiederholten Male und auch mit riesigen Werbekampagnen nicht geschafft, für die eigene Politik eine Mehrheit zu bekommen.

Dieses Scheitern muss personelle Konsequenzen in der Regierung und den Parteispitzen nach sich ziehen, denn dieser politische Kurs, geht an den Hamburger*innen vorbei und ist einer rot-grünen Regierung nicht würdig. Mindestens Sportsenator Andy Grote sollte sich, nach diesem desaströsen Ergebnis, an seinem Vorgänger Michael Neumann ein Beispiel nehmen, Verantwortung für diese gescheiterte Politik übernehmen und zurücktreten. Wer die Interessen der Bürger*innen wiederholt falsch einschätzt, muss Verantwortung übernehmen und Platz machen für eine Politik, die echte soziale Gerechtigkeit und konsequenten Klimaschutz ins Zentrum stellt. Hamburg hat Nein gesagt zu dieser Politik!

so Carro Göbel abschließend.

Bild zeigt (von links nach rechts): Leon Meyer (Landessprecher), Carro Göbel (Landessprache*in). Nutzbar unter Angabe des Fotografen: Magnus Amon Richter

„Für grüne und nachhaltige Spiele“ – Dieser Beschluss ist frech!

Die GRÜNEN Hamburg haben sich heute auf der Landesmitgliederversammlung für eine Hamburger Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgesprochen. „Für grüne und nachhaltige Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg“ titelt der Landesvorstand.
Wir als GRÜNE JUGEND Hamburg sind enttäuscht. 

Heute, nach dem die rot-grüne Regierung schon 11 Millionen für die Bewerbung ausgegeben hat, diesen Beschluss unter Zeitdruck nachzuholen – das rückt nichts gerade. Das ist frech und wird unserem basisdemokratischen Anspruch nicht gerecht!

sagt Carro Göbel (dey/deren), Landessprecher*in der GRÜNEN JUGEND Hamburg

„Grün und nachhaltig“ ist kein Label für Kreuzfahrtschiffe, die mit Schweröl anreisen. Nicht für ein Finanzkonzept, welches Sicherheitskosten mit null ansetzt. Nicht für ein IOC, das seine Klimaversprechen für Brisbane 2032 nach wenigen Monaten wieder einkassiert hat.

Das ist nicht nachhaltig. Das ist Greenwashing mit Hafenblick, so Göbel.

Diese Spiele werden ein Defizit in der Hamburger Kasse hinterlassen. Die Mieten werden steigen. Obdachlose werden verdrängt, damit das Stadtbild aufgehübscht wird.

Das ist keine Chance für alle — das sind Spiele für wenige, bezahlt von allen.

erklärt Carro Göbel (dey/deren), Landessprecher*in der GRÜNEN JUGEND Hamburg.

Wir sind schockiert, wie eine Partei, die sich für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit einsetzt, eine solche Entscheidung treffen kann.

Eine feministische Partei, bindet sich nicht vertraglich an eine transfeindliche und sexistische Organisation wie das IOC!

macht Carro Göbel (dey/deren), Landessprecher*in der GRÜNEN JUGEND Hamburg, deutlich.

Wir werden diesen Beschluss nicht mittragen. Beim Referendum am 31. Mai werden wir die Hamburger*innen auffordern, das zu tun, was diese Partei heute hätte tun sollen: Nein zu sagen.

Bild zeigt Carro Göbel, nutzbar unter Angabe des Fotografen: Magnus Amon Richter

Austritt aus dem 8M Bündnis zum 8. März in Hamburg

Wir, die GRÜNE JUGEND Hamburg, verlassen mit sofortiger Wirkung das Bündnis 8M, welches die Großdemonstration am 8. März zum feministischen Kampftag (Weltfrauentag) organisiert. Gründe hierfür sind antisemitische Äußerungen sowie ein transfeindlicher Übergriff durch Vertreter*innen einzelner Organisationen im Rahmen der Bündnisarbeit.

Als GRÜNE JUGEND Hamburg treten wir für einen solidarischen, gerechten und intersektionalen Feminismus ein, der ausnahmslos alle FLINTA*s, unabhängig von Herkunft oder Religion, einschließt.

Bündnisarbeit stellt alle Partner*innen oft vor große Herausforderungen, da unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und ein Konsens gefunden werden muss. Wir verstehen uns als einen Verband, der sich aktiv am Aufbau linker Strukturen beteiligt und stets bereit ist, auch bei politischen Differenzen Kompromisse mit unseren Bündnispartnern einzugehen. Nur durch diese Kompromissbereitschaft kann Bündnisarbeit erfolgreich sein.

Dennoch gibt es im Rahmen dieses Prozesses rote Linien, deren Überschreitung eine Fortsetzung der Zusammenarbeit unmöglich macht. Leider wurden diese Grenzen im 8. März Bündnis [8M] durch Vertreter*innen einzelner Organisationen überschritten.

Während der Vorbereitung der Demonstration zum 8. März kam es zu einer Auseinandersetzung. Dabei wurden unsere Vertreter*innen von der Gegenseite unter anderem mit der Aussage konfrontiert, dass sich weder israelische Frauen bei der kommenden Demonstration willkommen fühlen sollen noch jüdische Frauen sich auf der Demo sicher fühlen müssen. 

Diese antisemitische Entgleisung blieb innerhalb des Bündnisses weitestgehend unwidersprochen und ist für uns inakzeptabel. Solidarität mit dem palästinensischen Volk darf sich nicht durch pauschalisierende antisemitische Aussagen ausdrücken. Solche Aussagen haben nichts mit legitimer Kritik an dem völkerrechtswidrigem Vorgehen und dem damit verbundenen, von der israelischen Regierung verursachtem, Leid zu tun, sondern sind schlichtweg antisemitisch. 
Unsere Solidarität gilt gleichermaßen palästinensischen wie israelischen FLINTA*s.

Dazu Carro Göbel (dey/deren oder keine Pronomen), Co-Landessprecher*in: „Ein Feminismus, der jüdische oder israelische Frauen bewusst ausschließt, verrät seine eigenen Grundsätze. Für uns ist klar: Feminismus schließt ausnahmslos alle FLINTA* ein oder er ist keiner. Wer bestimmte Personengruppen für unerwünscht erklärt, hat den Boden feministischer Solidarität verlassen. Das ist nicht nur widersprüchlich, sondern gefährlich und für uns untragbar.“

Darüber hinaus kam es im Nachgang des Treffens und der Auseinandersetzung zu einem transfeindlichen Übergriff, bei dem unser*e Landessprecher*in Carro, nichtbinär, absichtlich und herabwürdigend mit “Es” angesprochen wurde.

Dazu Leon Meyer (er/ihm), Co-Landessprecher: „Antisemitisches und transfeindliches Verhalten im 8M Bündnis machen uns fassungslos und betroffen. Wer unsere Vertreter*innen transfeindlich angeht, zeigt nicht nur Respektlosigkeit, sondern greift gezielt an. Transfeindliches Verhalten hat aus unserer Sicht in feministischen Bündnissen keinen Platz.“

Trotz des Austritts aus dem Bündnis bekräftigen wir unsere Entschlossenheit, den Kampf für die Rechte aller FLINTA*s fortzusetzen.

“Für uns ist dennoch klar: Die GRÜNE JUGEND Hamburg wird am 8. März laut, solidarisch und kämpferisch auf der Straße sein.” erklärt Carro Göbel (dey/deren). “Für einen feministischen Kampftag, der niemanden zurücklässt. Unseren Platz sehen wir nun jedoch auf einer anderen Demonstration, auf der alle FLINTA*s Solidarität erfahren.”

Leon Meyer (er/ihm) ergänzt: „Das diesjährige Bündnismotto der 8M Demo >Vereint zum internationalen feministischen Kampftag< ist angesichts der Geschehnisse innerhalb des Bündnisses eine Worthülse. Statt Geschlossenheit zu zeigen, erleben wir, dass einzelne Bündnispartner*innen aktiv versuchen, andere zum Austritt zu drängen oder auszuschließen. Gleichzeitig sind ganze Personengruppen, im Auge einzelner Bündnispartner*innen, aufgrund ihrer Herkunft oder Religion auf der Demo nicht willkommen. Dies ist für uns inkonsequent und inakzeptabel.”

Trotz unseres Austritts danken wir der großen Mehrheit der beteiligten Organisationen für die konstruktive, vertrauensvolle Zusammenarbeit, die wir weiterhin sehr schätzen.