Artikel aus der Kategorie „Kämpfe und Einbringung in die GRÜNEN“ des PIEKS 06/2019

Hamburg muss klimaneutral werden – und das bis spätestens 2035. Wie können wir das schaffen?

Zur Diskussion dieser Frage hatte die Landearbeitsgemeinschaft Energie der Grünen Hamburg am 29.06.2019 alle Mitglieder zu einem Klima-Workshop eingeladen. Dieser war mit rund 100 Teilnehmenden mehr als gut besucht. Die GRÜNE JUGEND Hamburg war maßgeblich daran beteiligt, dass es diesen Workshop gab und bei den GRÜNEN Hamburg wieder mehr über ehrgeizigen Klimaschutz diskutiert wird. 

Im ersten Teil hat Miriam Block einen Input zu verschiedenen Reduktionspfaden gegeben, also bis wann was erreicht sein muss, um das schlimmste zu verhindern. Damit waren alle an die Ernsthaftigkeit des Themas erinnert und die Notwenigkeit schnellen Handelns für den Rest des Workshops gesetzt.

Danach folgte eine Einführung des Umweltsenators Jens Kerstan zu den bisherigen und zukünftigen Klimazielen Hamburgs, in der er mehrmals die eingeschränkten Möglichkeiten auf Hamburger Ebene betonte. Auch für die Grüne Jugend war ein kurzer Input vorgesehen. Unter dem Titel „Jede Tonne ist eine zu viel“ haben wir noch einmal klar gemacht, dass wir in Hamburg natürlich nicht die Welt retten können, aber dass es doch einige sehr wirkungsvolle Sofortmaßnahmen im Klimaschutz gibt (wie etwa eine autofreie Innenstadt). Diese sind besonders wichtig, um einen weiteren Temperaturanstieg und das Erreichen sogenannter Kipppunkte im Klimasystem zu verhindern, die einen extrem beschleunigenden Effekt auf den Klimawandel hätten.

Nach den inhaltlichen Einführungen konnten die Teilnehmenden in den vorbereiteten Kategorien „Mobilität“, „Gebäude“, „Strom und übergeordnete Maßnahmen“ und „Industrie und Wirtschaft“ selbst über Maßnahmen diskutieren.

Wer sich noch intensiver mit dem Thema Klimaschutz und Energiewende beschäftigen will: Vom 17.-19.07.19 jeweils 16-20 Uhr findet der Sommerworkshop der LAG Energie zum Thema „Ein neues Klimaschutzgesetz für Hamburg“ statt. Eingeladen sind führende Expert*innen aus der Klimaforschung und Klimagesetzgebung.

von Nina Kircherer