Im Oktober gab es die ersten Berichte über massive Misshandlungen von
Tieren im Tierversuchslabor von LPT, eine Hamburger Firma, in
Mienenbüttel in Niedersachsen. Im November kam noch heraus, dass LPT
nicht nur Tiere misshandelt, sondern auch noch die eigenen
Forschungsergebnisse fälscht und damit strafrechtlich relevanten Betrug
begangen hat. Daher wurde dann aus der grünenBürger*innenschaftsfraktion heraus Strafanzeige gegen LPT gestellt. Wir
haben diesen Schritt vollumfänglich unterstützt und auch mit einer
eigenen Presseerklärung klargemacht, dass Tierrechte für uns oberste
Priorität haben und dass wir uns politisch konsequent für eine
tierversuchsfreie Forschung einsetzen. Daher müssen solche Labore, in
denen solche Misshandlungen klar belegt sind, schnellstens von den
zuständigen Behörden geschlossen werden und Tierversuche allgemein
deutlich restriktiver kontrolliert werden.
Am 16. November gab es dann eine große Tierschutzdemo in Hamburg, die von der SoKo Tierschutz organisiert wurde, die auch die Missstände erst aufgedeckt hat. Auch dort waren wir natürlich präsent und haben zusammen mit mehr als zehntausend Menschen bei unserem Zug durch die Hamburger Innenstadt klargemacht, dass LPT geschlossen werden muss und dassTierversuche verboten werden müssen. Das war damit die größte Tierschutzdemo, die es je in Hamburg gab! Und unser Engagement war dann auch von Erfolg gekrönt, als LPT wenig später ankündigte, dass sie das Labor in Mienenbüttel schließen würden. Das zeigt uns also wieder, wiewichtig es ist, dass wir unsere politischen Forderungen auch auf die
Straße bringen und so öffentlichen Druck ausüben, denn so können wir
effektiv Veränderungen herbeiführen, für eine progressivere Politik hier in Hamburg!       

 

von Julius Nebel