von Lutz Beckebanze (21), Student (Meterologie) und Manuel Muja (21), Student (Politikwissenschaft)

Egal, ob du auf dem Land oder in einer Großstadt wohnst: Mobilität ist für uns alle wichtig. Das Auto verliert vor allem in Großstädten immer mehr an Bedeutung. Ein Auto ist teuer in der Anschaffung und im Unterhalt, dazu steht man oft im Stau und die Parkplatzsuche nimmt immer mehr Zeit in Anspruch. Viele Menschen verzichten inzwischen gerne auf diesen vermeintlichen Luxus. Ihnen reicht ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrs- und Radwegenetz. Diese Entwicklung findet nicht wegen, sondern trotz dieser schwarz-gelben Regierung statt, denn Merkels Verkehrspolitik bevorzugt weiterhin den KFZ-Verkehr. Autos schaden Mensch und Umwelt. Die Luftverpestung nimmt gerade in Großstädten teilweise kritische Werte an, der Verkehrslärm an Hauptstraßen belastet die Anwohner_innen und die Verletzungsgefahr im Verkehr steigt erheblich. Dies macht deutlich, dass die aktuelle Verkehrspolitik vollkommen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei geht. Wir fordern daher eine bedarfsgerechte Verkehrspolitik für alle Bürger_innen.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
Die Zahl der Menschen, die den Nahverkehr nutzen, steigt stetig. Daher ist es notwendig, dass dieser weiter ausgebaut wird. Dies gilt in städtischen Bereichen genauso wie in ländlichen. Im ländlichen Bereich besteht teilweise noch eine sehr hohe Abhängigkeit vom Auto, welche durch bessere Anbindungen des Nahverkehrs an städtische Bereiche abgebaut werden kann. In der Stadt fällt der ÖPNV hingegen immer wieder durch fehlende Zuverlässigkeit und Unpünktlichkeit auf, sowie durch die stetig steigenden Preise. Aus diesen Gründen steigen nur wenige Menschen um, denn das Auto wird als nur gering teurer, dafür aber als deutlich bequemer empfunden. Wir brauchen daher einen gut ausgebauten, regelmäßigen und bezahlbaren Nahverkehr.

Nutzen statt besitzen – Sharing-Angebote
Viele Menschen benötigen aus bestimmten Gründen gelegentlich ein Auto. In der Vergangenheit blieb ihnen nichts anderes übrig, als sich ein Auto anzuschaffen, auch wenn sie es nur sehr selten genutzt haben. Das soll nun ein für alle Mal vorbei sein! Unsere Verkehrspolitik zielt darauf aus, die Nutzung von Car- und Bikesharing Angeboten zu fördern und durch eine einfache Nutzung für alle Menschen attraktiv zu machen. Dies kann zum Beispiel durch eine einheitliche Nutzungskarte für alle Sharing-Angebote und natürlich durch attraktivere Preise erzielt werden. Hierdurch wird der Umstieg vom Auto weiter gefördert.

Radverkehr stärken
Über 20 % Radverkehrsanteil bis 2020 – das ist das Ziel der GRÜNEN und der GRÜNEN JUGEND. Nicht zu schaffen? Doch! Die grüne Verkehrspolitik sieht eine starke Förderung der Radfahrer_innen vor. Dadurch wird das Fahrrad in Hinblick auf Schnelligkeit und Attraktivität gegenüber Autos gestärkt. Durch ein gut ausgebautes Radwegenetz auf den Straßen im Blickfeld der Autofahrer_innen wird der Radverkehr schneller und sicherer. Darüber hinaus wollen wir den Bau von Radschnellwegen fördern und das Fahrrad in der Straßenverkehrsordnung stärken. Übrigens: In einigen Städten ist der Radverkehrsanteil schon jetzt weit über 20%.