Alle halbe Jahre sind in Hamburg alle GRÜNEN-Mitglieder eingeladen, zusammenzukommen und über unsere Partei zu beraten. Auf den sogenannten Landesmitgliederversammlung (LMV) wird über unsere inhaltliche Beschlusslage, Personalia und Struktur entschieden – alles komplett basisdemokratisch. Eine solche LMV fand am 27. April statt. Und da viele Aktive der GRÜNEN JUGEND auch Mitglied in der GRÜNEN Partei sind, haben wir ordentlich mobilisiert und sind mit geschlagenen 20 jungen Menschen, verrechnet mit unseren Alumni sogar 35 Leuten in die Medienberufsschule Wandsbek eingelaufen.   

Für mich (Milla) als GJHH-Votenträgerin für einen Beisitzposten im Landesvorstand der GRÜNEN stand diese Wahl-LMV natürlich unter einem besonderen Stern. Umso glücklicher war ich über die unfassbar gute Stimmung auf dieser  Landesmitgliederversammlung.  

Alles, was wir uns vorgenommen haben, ist gelungen – und das als GRÜNE JUGEND, die allzu oft als zu radikal, zu weltfremd oder einfach zu jung abgetan wird, behaupten zu können, zeugt schon von Großem:  Die GRÜNE Partei in Hamburg nimmt uns ernst und wenn man der GRÜNEN Geschäftsführerin Julia Hammerschmidt glauben schenken möchte, dann sind wir für unsere liebe Mutterpartei gerade sogar extrem wichtig. Deshalb konnten wir mit unserem Antrag „Mitmischen erwünscht! Mehr Partizipation und Mitbestimmung für die Jugend!“, den wir zusammen mit dem Landesvorstand von Bündnis 90/DIE GRÜNEN gestellt haben überzeugen. 

Ich bin stolz auf uns: Wir haben den Parteitag als GRÜNE JUGEND mit großem Elan, positiver Energie und visionären Reden ebenso gestaltet wie gepolt. 

Angefangen mit der Verankerung von Frauenvoten in unseren Statuten, was ein riesiger Erfolg von Miriam Block, der (man muss ja nun leider sagen) ehemaligen Frauenpolitischen Sprecherin der GRÜNEN Hamburg und eng-vertraute Alumna der GJHH, war.

Weiter ging es mit einer aktuellen Debatte in der – haltet Euch fest – zwei 9 von 14 aller Redebeiträge von GJ’ler*innen oder unseren Alumni gehalten wurden. Wir überzeugten mit großem Gestaltungswille und Forderungen nach „radikalem Klimaschutz“ (Rosa), „echter Inklusion“ (Ivy) und „grenzenloser  Solidarität“ (Milla). Es ging um Bildung, die Schuldenbremse, den Wahlkampf und Queerfeminismus – und in allen Felder haben wir als GRÜNE JUGEND bewiesen, dass wir Kielwasser haben. Wir können mitreden und wir werden mitreden!

Schließlich ging es an die Wahlen und Sina Demirhan und ich wurden als unter 28-jährige in den Landesvorstand von Bündnis 90/DIE GRÜNEN gewählt. Kurz darauf war es auch für unsere Schatzmeisterin Katharina Stolla Zeit sich hinter das Redepult zu stellen. Ich glaube, dass noch nie jemand eine so planvolle und relevante Bewerbungsrede für das Amt der stellvertretenden Delegierten zum Bundesfinanzausschuss gehalten hat. – Aber wieder einmal beweist sich: Junge Menschen bringen neue Perspektiven auf Politik und Gesellschaft mit, haben frische Ideen und aufgrund ihres Lebensumfelds andere Handlungshorizonte. Nicht zuletzt entscheidet die Politik von heute auch über die Zukunft der Generationen von morgen. Wir jungen Menschen gehören zu dieser Gesellschaft! Wir müssen sie zu gerechtem Anteil mitgestalten dürfen. Die Teilhabe junger Menschen an allen Gesellschaftlichen Prozessen ist dabei also ein unabdingbarer Schritt in Richtung hierarchie- und barrierefreie Demokratie. Wir meinen es ernst und mischen uns ein – und da erfahren wir viel Zuspruch von vielen GRÜNEN: Nicht zuletzt konnten wir auf dieser Landesmitgliederversammlung nämlich drei Pat*innen gewinnen: Anna Gallina, Martin Bill und Katharina Fegebank. Die Parteiführungsriege steht also geschlossen hinter ihrem Jugendverband!

Da haben wir die GRÜNEN mal gehörig beeindruckt! Weiter geht’s!