Zur Namensdebatte innerhalb der GAL:
Die GRÜNE JUGEND Hamburg ist Teilorganisation der GAL Hamburg. Wir sind inhaltlich nicht an die Partei gebunden und können uns unabhängig von ihr positionieren.

Dennoch sind wir ein Teil der Partei und haben somit den Anspruch, uns durch unsere zwei Delegiertenplätze in den Landesausschüssen; sowie durch unser Recht, auf Landesausschüssen und Landesmitgliederversammlungen der GAL zu reden und Anträge zu stellen, in programmatische Prozesse und laufende Debatten einzubringen.

Zurzeit wird innerhalb der GAL eine Namensdebatte geführt. Einige Mitglieder fordern, den Namen „Grün-Alternative Liste“ endlich aufzugeben, sich stattdessen den 15 anderen Landesverbänden und der Bundesebene anzuschließen und sich „Bündnis 90/DIE GRÜNEN Hamburg“ zu nennen.

Auch die GRÜNE JUGEND hat eine Namensdebatte hinter sich. Nachdem wir uns fast „Rosa-Luxemburg-Jugend“ genannt hatten, gründeten wir uns als „Grün-Alternatives Jugendbündnis“ und nannten uns sechs Jahre später „GRÜNE JUGEND“. Geschadet hat es uns sicherlich nicht.

Uns ist die Geschichte bewusst, die die Partei geprägt und die zur Namensgebung geführt hat. Der Zusammenschluss des grünen Landesverbands in Hamburg und der alternativen Liste hat damals den Namen gerechtfertigt. Mittlerweile sind wir aber in der etablierten Parteienlandschaft angekommen – eine alternative Liste sind wir schon lange nicht mehr.

Daher begrüßt die GRÜNE JUGEND Hamburg den Vorstoß, die GAL Hamburg „Bündnis 90/DIE GRÜNEN Hamburg“ zu nennen und das Kürzel „GAL“ zu streichen und unterstützt den Satzungsänderungsantrag, der auf der Landesmitgliederversammlung der Partei am 21. April debattiert und abgestimmt wird.

Dennoch geben wir als GRÜNE JUGEND den Anspruch nicht auf, alternativ zu sein und auch die Partei in diese Richtung zu bewegen. Die GRÜNEN müssen eine Alternative in der Parteienlandschaft sein und dürfen nicht im etablierten Mainstream untergehen und bedeutungslos werden.

Weiterhin nehmen wir Abstand von der Behauptung, dass die Partei nur aufgrund des Namens „GAL“ in Wahlen schlechter abschneidet als andere grüne Landesverbände. Die Menschen wählen keinen Namen, sondern eine Partei und ihre Inhalte. Hieran haperte es in Hamburg bei Wahlen – nicht am Namen. Wir werden daher selbstverständlich die inhaltliche und programmatische Neuaufstellung der Partei kritisch begleiten und weiterhin unsere Ideen und Visionen in die Partei einbringen.