' Aktuelles – Seite 5 – GRÜNE JUGEND Hamburg

Aktuelles

von Marleen Kötz, 18 Jahre, Schülerin

Wir verbringen in unserem Leben eine Menge Zeit in der Schule. Dort lernen wir Mathe, Deutsch, Englisch und was man sonst noch so an Fächern hat. Aber sollte Schule nicht auch in anderen Bereichen bilden? Gibt es keine Stärken, Fähigkeiten und Begabungen außerhalb des Fächerkanons? Wir sollten lernen, die Welt um uns herum zu kennen und mit ihr umzugehen. Wir sollten auch lernen, Ziele zu entwickeln und sie zu verwirklichen.

Diese Fähigkeiten sollten ALLE Menschen erwerben, doch durch unser bestehendes Schulsystem ist bereits vorgegeben, wer zu den Lerngewinner_innen und wer zu den Lernverlierer_innen gehören wird.
In Deutschland werden die Kinder oft schon nach der vierten Klasse in drei verschiedene Schultypen kategorisiert. So werden bereits im Alter zwischen neun und zehn die Weichen für die weitere Schullaufbahn gestellt. Durch diese frühe Einteilung werden die sozialen Unterschiede, die die Kinder von zuhause „mitbekommen haben“ zementiert. [...] 

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von Kaja Kröger, 16 Jahre, Schülerin

Ja, Fleisch isst mein Gemüse! Mein Gemüse, das ist die Umwelt in der ich lebe, das Wasser, das ich trinke, und das Getreide, das ich esse. All das wird von der Fleischindustrie zerstört, verschwendet und ausgeschöpft. Im Klartext: Der globale Fleischkonsum trägt durch seinen immensen CO2 Ausstoß, seinen gigantischen Verbrauch an Wasser und anderen Ressourcen, sowie nicht zuletzt durch unwürdige Lebensverhältnisse der Tiere und qualvolle Schlachtmethoden zum Unwohl der Umwelt und der Menschheit bei. Diese unangenehme Wahrheit möchten aber viele Menschen lieber nicht wahrhaben; sie schieben die Erderwärmung ausschließlich auf den CO2 Ausstoß von Transportmitteln und der Industrie und sie dementieren die Notwendigkeit einer Eindämmung ihres Fleischkonsums mit schwachen Argumenten. [...] 

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von Maximilian Bierbaum (21), Student, Landesvorstand GRÜNE JUGEND Hamburg und Kandidat zur Bundestagswahl

Am 22. September wird nicht nur ein neuer Bundestag gewählt. Parallel zur Bundestagswahl findet in Hamburg ein Volksentscheid statt. Bei diesem haben alle Hamburger_innen die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, ob die Stadt ihre Strom-, Gas- und Fernwärmenetze zurückkaufen soll. Von grüner Seite aus haben wir die Initiative von Anfang an unterstüzt und sind auch immer noch der Meinung, dass die Rekommunalisierung, also der Rückkauf der Energienetze, wichtig und richtig ist. Wir rufen daher auf, beim Volksentscheid mit JA zu stimmen. [...] 

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von Manuel Muja (22), Koordinator des Fachforums Globales und Europa der GRÜNEN JUGEND
und Lise Känner (18), Wahlkampfpraktikantin der GRÜNEN JUGEND NRW

Seit Wochen sind die Nachrichten von einem Thema bestimmt: Dem Überwachungsskandal der amerikanischen National Security Agency (NSA) mit dem Ausspähprogramm PRISM sowie das britische Überwachungsprogramm Tempora. Seit der Enthüllung der Geheimdiensttätigkeiten durch Edward Snowden kommt das Ausmaß der Überwachung Stück für Stück ans Licht. Alle Daten von Deutschen, die über einen amerikanischen Server laufen, werden von der NSA gespeichert. Doch das ist längst nicht alles. Denn der Bundesnachrichtendienst (BND) selbst steckt mit in dem Skandal. Er übermittelt sogenannte Metadaten, die er in Deutschland gesammelt hat, an die NSA. Er nutzt laut eigenen Angaben das Spähprogramm XKeyscore versuchsweise und nur im Rahmen der Gesetze. Dass mit diesem Programm eine Infrastruktur für die völlige Überwachung des „deutschen Internets“ vorhanden ist, wird dabei vom BND gern verschwiegen. Auch dass der BND laut Aussagen von ehemaligen hochrangigen, männlichen NSA-Mitarbeitern seit dem Jahr 2001 mit der NSA kooperiert und sogar Quellcodes für diverse Überwachungsprogramme erhalten hat (vergleiche hierzu das Interview im Stern, Ausgabe Nr. 31), ist in der öffentlichen Darstellung seitens des BND unter den Tisch gefallen. Doch wen wundert das. Illegale Aktivitäten zugeben? Wann ist das schon ein Mal VOR einem Gerichtsurteil geschehen? Und unsere Bundesregierung? Sie will uns erklären, dass sie selbst erst aus den Nachrichten von der Überwachung erfahren habe. Sie sitzt den Skandal aus, schickt eine Spielfigur auf einen Show-Trip in die USA, um sich dort erklären zu lassen, dass alles legal sei und versucht, mit aller Kraft zu vermeiden, dass in Wahlkampfzeiten ein unangenehmes Thema auf die Tagesordnung gesetzt wird. Anstatt sich für die Grundrechte einzusetzen, verteidigt sie die Aktivitäten des BNDs. Angesichts der neuesten Enthüllungen sind die vermeintliche Unwissenheit der Bundesregierung und die als völlig legal dargestellte Praxis des BND als billiges und unglaubwürdiges Wahlkampfmanöver zu bewerten. [...] 

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von Christopher Zangl, Koordinator des Fachforum Queer der GRÜNEN JUGEND

28. Juni 1969, New York. In den frühsten Morgenstunden führt die Polizei in der Christopher Street in der Bar „Stonewall Inn“ eine ihrer Razzien durch. Diese willkürlichen Aktionen sind keine Seltenheit und richten sich gegen nicht-heterosexuelle Bars und deren Klientel. Gewaltanwendung ist nicht die Ausnahme.

Was jedoch als Routine gedacht war, sollte Geschichte schreiben. Zum ersten mal wurde sich der diskriminierenden Polizeiwillkür widersetzt. Die Folge waren tagelange Straßenschlachten und ein Bewusstsein nicht mehr länger die Rolle des hinnehmenden Opfer spielen zu müssen.
Im Gedenken an dieses Ereignis finden seit geraumer Zeit Demonstrationen statt, die Diskriminierung anprangern und Toleranz und Respekt gegenüber sexuellen Minderheiten einfordern. Unter der Bezeichnung „Christopher Street Day“ finden diese Demos auch bei uns statt. Mittlerweile von einem Angebot an politischen und kulturellen Veranstaltungen begleitet, nimmt die Popularität und Größe der CSDs immer weiter zu, die damit einen wichtigen Beitrag im Bemühen um mehr Toleranz leisten. Doch mit der Popularität nahm auch die Kommerzialisierung Einzug, wodurch viele Menschen das Politische vor lauter Party nicht mehr sehen können. Es wird Kritik geübt, dass der CSD zu einer einzigen hedonistischen Spaßveranstaltung verkommen wäre und überhaupt bräuchte es doch gar keinen CSD mehr, schließlich können nicht-heterosexuelle Menschen in der heutigen Gesellschaft so frei leben wie noch nie zuvor. [...] 

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von Mareike Engels (25), Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg

Generationengerechtigkeit – ein ganz schön leeres Wort. Am Ende des Tages lassen sich viele politische Initiativen mit Generationengerechtigkeit begründen. Zum Beispiel Schuldenbremsen und Sparprogramme. Aber sind diese wirklich generationengerecht?

Zukünftige Generationen sollen mindestens die gleichen Möglichkeiten vorfinden wie heutige Generationen. Dazu gehört ein finanziell handlungsfähiger Staat, wo überbordende Schulden tatsächlich nicht gerecht sind, weil nachfolgende Generationen dann einen größeren Teil ihres Steueraufkommens in Schuldentilgung und Zinsbelastung stecken müssen. Heutige Generationen leben dann auf Pump zukünftiger Generationen. Gerecht ist das nicht. [...] 

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von Tom Rickers, 19, Abiturient, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg

Die Frage ist so leicht, dass sie bei Jauch wohl keine 50€ bringen würde. Zugegeben, für das Nachmittagsprogramm ist sie schon wieder zu schwer. Die Frage lautet: Was wurde eigentlich bei der letzten Bundestagswahl von den meisten Menschen gewählt? “Die CDU!” will man rufen. Und das ist ja auch erstmal richtig. Stärkste Fraktion mit 27%, die übrigen 6,5% besorgt die Schwester- und Opa-Partei CSU.

Die meisten Menschen wählten aber bei der letzten Bundestagswahl etwas ganz anderes: Nichts. [...] 

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von Maximilian Bierbaum (21), Student, Landesvorstand GRÜNE JUGEND Hamburg und Kandidat zur Bundestagswahl

„Wir verstehen uns als eine Art Frühwarnsystem“ – mit diesen Worten hat der stellvertretende Leiter des Hamburger Landesamts für Verfassungsschutz seine Behörde auf dem dritten grünen Polizeikongress von Jan Philipp Albrecht MdEP vorgestellt. Klingt gut. Schön wäre es, wenn es auch funktionieren würde. Tut es aber nicht. Wozu dann ein Geheimdienst im Inland, der zudem kaum einer transparenten Kontrolle unterliegt? [...] 

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von Lutz Beckebanze (21), Student (Meterologie) und Manuel Muja (21), Student (Politikwissenschaft)

Egal, ob du auf dem Land oder in einer Großstadt wohnst: Mobilität ist für uns alle wichtig. Das Auto verliert vor allem in Großstädten immer mehr an Bedeutung. Ein Auto ist teuer in der Anschaffung und im Unterhalt, dazu steht man oft im Stau und die Parkplatzsuche nimmt immer mehr Zeit in Anspruch. Viele Menschen verzichten inzwischen gerne auf diesen vermeintlichen Luxus. Ihnen reicht ein gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrs- und Radwegenetz. Diese Entwicklung findet nicht wegen, sondern trotz dieser schwarz-gelben Regierung statt, denn Merkels Verkehrspolitik bevorzugt weiterhin den KFZ-Verkehr. Autos schaden Mensch und Umwelt. Die Luftverpestung nimmt gerade in Großstädten teilweise kritische Werte an, der Verkehrslärm an Hauptstraßen belastet die Anwohner_innen und die Verletzungsgefahr im Verkehr steigt erheblich. Dies macht deutlich, dass die aktuelle Verkehrspolitik vollkommen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei geht. Wir fordern daher eine bedarfsgerechte Verkehrspolitik für alle Bürger_innen. [...] 

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von Mareike Engels (25), Studentin (Soziologie) an der Uni Hamburg, Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg

Im Januar diesen Jahres ging ein #Aufschrei durch die Republik. Groß und breit wurde diskutiert, dass es nach wie vor Sexismus in unserer Gesellschaft gibt. Denn gerade am Arbeitsplatz werden Frauen häufig sexistisch belästigt. Es liegt nicht fern, dass dies auch mit den männlichen Führungsriegen in deutschen Unternehmen zusammenhängt. Doch bislang gab es dafür eigentlich nur ein Erklärungsmuster in der breiteren öffentlichen Wahrnehmung: Die Unvereinbarkeit von Familie und Beruf. Also wenn wir nur genug Kita-Plätze schaffen, dann würden die Frauen schon von ganz alleine aufsteigen – ganz ohne Quote, nur mit Qualifikation. Meiner Meinung nach ist diese Position an vielen Stellen falsch. [...] 

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