' Aktuelles – Seite 8 – GRÜNE JUGEND Hamburg

Aktuelles

 Kommt mit: Demo „Energiewende retten!“ am 22. März in Hannover

Die Bundesregierung hält nicht so viel von einer Energiewende. Allen voran prescht Sigmar Gabriel vor und macht Vorschläge zur Reform des Erneuerbare Energien-Gesetz, von dem sicher viele profitieren, aber nicht die dezentrale Energiewende. Stattdessen gibt es Vorrang für die Lobby-Interessen der großen Energiekonzerne.

Das können wir so nicht durchgehen lassen. Gerade in Zeiten, in denen das Kohlekraftwerk Moorburg ans Netz geht, in denen Fracking auch in von den GRÜNEN regierten Bundesländern vorangetrieben wird und in denen sich die Katastrophe von Fukushima zum dritten Mal jährt, müssen wir auf die Straße gehen und für eine echte Energiewende streiten! [...] 

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von Maximilian Bierbaum (22), Student, Landessprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg

Auf dem Europaparteitag der GRÜNEN wurde ein Kapitel des Europawahlprogramms mit dem Satz „Mehr Europa braucht mehr Demokratie“ überschrieben. Mehr Demokratie, das bedeutet für mich auch mehr Wahrung der Menschenrechte. Wie die europäische Gesetzgebung aber bisher mit Flüchtlingen umgeht, hat für mich mit Menschenrechten nicht so viel zu tun.

Die Nachrichten, die uns viel zu oft aus dem Mittelmeerraum erreichen, zeigen uns das immer wieder. „Lampedusa ist überall“ ist aber nicht nur ein Spruch, den wir immer wieder auf Demonstrationen hören, sondern leider bittere Realität. Ich sehe das bei uns in Hamburg jeden Tag. Wenn ich aus meiner Haustür trete, stehe ich vor einem kleinen Zelt. Dieses Zelt wurde dort errichtet von der Lampedusa-Gruppe; den 300 Menschen, die vor dem Bürgerkrieg in Libyen geflohen sind. Nachdem sie auch in Italien auf menschenunwürdige Zustände gestoßen sind, wurden sie von dort weitergeschickt und sind letztendlich bei uns in Hamburg gelandet. Doch anstatt dass der Hamburger SPD-Senat diesen Menschen seine Unterstützung anbietet, verweist er immer wieder darauf, dass er doch nach europäischer Gesetzgebung gar nicht zuständig sei. [...] 

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von Maximilian Bierbaum (21), Student, Landesvorstand GRÜNE JUGEND Hamburg und Kandidat zur Bundestagswahl

Seit Wochen liest man ihn im Netz, sieht ihn auf T-Shirts und hört ihn in Podiumsdiskussionen: den Spruch „Cool bleiben und Kanzlerin wählen“, mit dem die Junge Union in den Wahlkampf gezogen ist. Ich kann ihn nicht mehr hören. Und ich kann erst Recht nicht cool bleiben. Wieso sollte ich auch?

Wieso sollte ich cool bleiben, wenn die Kanzlerin unseren Planeten auf’s Spiel setzt? Ihre Regierung will den Ausbau von erneuerbaren Energien bremsen, ihre Regierung tätigt quasi keine Investitionen in den Klimaschutz und anstatt sich auf europäischer Ebene für einen CO2-Emissionshandel einzusetzen, der seinen Namen verdient, hat sie einen Wirtschaftsminister in der Regierung, der alles blockiert. [...] 

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von Marleen Kötz, 18 Jahre, Schülerin

Wir verbringen in unserem Leben eine Menge Zeit in der Schule. Dort lernen wir Mathe, Deutsch, Englisch und was man sonst noch so an Fächern hat. Aber sollte Schule nicht auch in anderen Bereichen bilden? Gibt es keine Stärken, Fähigkeiten und Begabungen außerhalb des Fächerkanons? Wir sollten lernen, die Welt um uns herum zu kennen und mit ihr umzugehen. Wir sollten auch lernen, Ziele zu entwickeln und sie zu verwirklichen.

Diese Fähigkeiten sollten ALLE Menschen erwerben, doch durch unser bestehendes Schulsystem ist bereits vorgegeben, wer zu den Lerngewinner_innen und wer zu den Lernverlierer_innen gehören wird.
In Deutschland werden die Kinder oft schon nach der vierten Klasse in drei verschiedene Schultypen kategorisiert. So werden bereits im Alter zwischen neun und zehn die Weichen für die weitere Schullaufbahn gestellt. Durch diese frühe Einteilung werden die sozialen Unterschiede, die die Kinder von zuhause „mitbekommen haben“ zementiert. [...] 

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von Kaja Kröger, 16 Jahre, Schülerin

Ja, Fleisch isst mein Gemüse! Mein Gemüse, das ist die Umwelt in der ich lebe, das Wasser, das ich trinke, und das Getreide, das ich esse. All das wird von der Fleischindustrie zerstört, verschwendet und ausgeschöpft. Im Klartext: Der globale Fleischkonsum trägt durch seinen immensen CO2 Ausstoß, seinen gigantischen Verbrauch an Wasser und anderen Ressourcen, sowie nicht zuletzt durch unwürdige Lebensverhältnisse der Tiere und qualvolle Schlachtmethoden zum Unwohl der Umwelt und der Menschheit bei. Diese unangenehme Wahrheit möchten aber viele Menschen lieber nicht wahrhaben; sie schieben die Erderwärmung ausschließlich auf den CO2 Ausstoß von Transportmitteln und der Industrie und sie dementieren die Notwendigkeit einer Eindämmung ihres Fleischkonsums mit schwachen Argumenten. [...] 

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von Maximilian Bierbaum (21), Student, Landesvorstand GRÜNE JUGEND Hamburg und Kandidat zur Bundestagswahl

Am 22. September wird nicht nur ein neuer Bundestag gewählt. Parallel zur Bundestagswahl findet in Hamburg ein Volksentscheid statt. Bei diesem haben alle Hamburger_innen die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, ob die Stadt ihre Strom-, Gas- und Fernwärmenetze zurückkaufen soll. Von grüner Seite aus haben wir die Initiative von Anfang an unterstüzt und sind auch immer noch der Meinung, dass die Rekommunalisierung, also der Rückkauf der Energienetze, wichtig und richtig ist. Wir rufen daher auf, beim Volksentscheid mit JA zu stimmen. [...] 

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von Manuel Muja (22), Koordinator des Fachforums Globales und Europa der GRÜNEN JUGEND
und Lise Känner (18), Wahlkampfpraktikantin der GRÜNEN JUGEND NRW

Seit Wochen sind die Nachrichten von einem Thema bestimmt: Dem Überwachungsskandal der amerikanischen National Security Agency (NSA) mit dem Ausspähprogramm PRISM sowie das britische Überwachungsprogramm Tempora. Seit der Enthüllung der Geheimdiensttätigkeiten durch Edward Snowden kommt das Ausmaß der Überwachung Stück für Stück ans Licht. Alle Daten von Deutschen, die über einen amerikanischen Server laufen, werden von der NSA gespeichert. Doch das ist längst nicht alles. Denn der Bundesnachrichtendienst (BND) selbst steckt mit in dem Skandal. Er übermittelt sogenannte Metadaten, die er in Deutschland gesammelt hat, an die NSA. Er nutzt laut eigenen Angaben das Spähprogramm XKeyscore versuchsweise und nur im Rahmen der Gesetze. Dass mit diesem Programm eine Infrastruktur für die völlige Überwachung des „deutschen Internets“ vorhanden ist, wird dabei vom BND gern verschwiegen. Auch dass der BND laut Aussagen von ehemaligen hochrangigen, männlichen NSA-Mitarbeitern seit dem Jahr 2001 mit der NSA kooperiert und sogar Quellcodes für diverse Überwachungsprogramme erhalten hat (vergleiche hierzu das Interview im Stern, Ausgabe Nr. 31), ist in der öffentlichen Darstellung seitens des BND unter den Tisch gefallen. Doch wen wundert das. Illegale Aktivitäten zugeben? Wann ist das schon ein Mal VOR einem Gerichtsurteil geschehen? Und unsere Bundesregierung? Sie will uns erklären, dass sie selbst erst aus den Nachrichten von der Überwachung erfahren habe. Sie sitzt den Skandal aus, schickt eine Spielfigur auf einen Show-Trip in die USA, um sich dort erklären zu lassen, dass alles legal sei und versucht, mit aller Kraft zu vermeiden, dass in Wahlkampfzeiten ein unangenehmes Thema auf die Tagesordnung gesetzt wird. Anstatt sich für die Grundrechte einzusetzen, verteidigt sie die Aktivitäten des BNDs. Angesichts der neuesten Enthüllungen sind die vermeintliche Unwissenheit der Bundesregierung und die als völlig legal dargestellte Praxis des BND als billiges und unglaubwürdiges Wahlkampfmanöver zu bewerten. [...] 

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von Christopher Zangl, Koordinator des Fachforum Queer der GRÜNEN JUGEND

28. Juni 1969, New York. In den frühsten Morgenstunden führt die Polizei in der Christopher Street in der Bar „Stonewall Inn“ eine ihrer Razzien durch. Diese willkürlichen Aktionen sind keine Seltenheit und richten sich gegen nicht-heterosexuelle Bars und deren Klientel. Gewaltanwendung ist nicht die Ausnahme.

Was jedoch als Routine gedacht war, sollte Geschichte schreiben. Zum ersten mal wurde sich der diskriminierenden Polizeiwillkür widersetzt. Die Folge waren tagelange Straßenschlachten und ein Bewusstsein nicht mehr länger die Rolle des hinnehmenden Opfer spielen zu müssen.
Im Gedenken an dieses Ereignis finden seit geraumer Zeit Demonstrationen statt, die Diskriminierung anprangern und Toleranz und Respekt gegenüber sexuellen Minderheiten einfordern. Unter der Bezeichnung „Christopher Street Day“ finden diese Demos auch bei uns statt. Mittlerweile von einem Angebot an politischen und kulturellen Veranstaltungen begleitet, nimmt die Popularität und Größe der CSDs immer weiter zu, die damit einen wichtigen Beitrag im Bemühen um mehr Toleranz leisten. Doch mit der Popularität nahm auch die Kommerzialisierung Einzug, wodurch viele Menschen das Politische vor lauter Party nicht mehr sehen können. Es wird Kritik geübt, dass der CSD zu einer einzigen hedonistischen Spaßveranstaltung verkommen wäre und überhaupt bräuchte es doch gar keinen CSD mehr, schließlich können nicht-heterosexuelle Menschen in der heutigen Gesellschaft so frei leben wie noch nie zuvor. [...] 

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von Mareike Engels (25), Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg

Generationengerechtigkeit – ein ganz schön leeres Wort. Am Ende des Tages lassen sich viele politische Initiativen mit Generationengerechtigkeit begründen. Zum Beispiel Schuldenbremsen und Sparprogramme. Aber sind diese wirklich generationengerecht?

Zukünftige Generationen sollen mindestens die gleichen Möglichkeiten vorfinden wie heutige Generationen. Dazu gehört ein finanziell handlungsfähiger Staat, wo überbordende Schulden tatsächlich nicht gerecht sind, weil nachfolgende Generationen dann einen größeren Teil ihres Steueraufkommens in Schuldentilgung und Zinsbelastung stecken müssen. Heutige Generationen leben dann auf Pump zukünftiger Generationen. Gerecht ist das nicht. [...] 

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von Tom Rickers, 19, Abiturient, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg

Die Frage ist so leicht, dass sie bei Jauch wohl keine 50€ bringen würde. Zugegeben, für das Nachmittagsprogramm ist sie schon wieder zu schwer. Die Frage lautet: Was wurde eigentlich bei der letzten Bundestagswahl von den meisten Menschen gewählt? “Die CDU!” will man rufen. Und das ist ja auch erstmal richtig. Stärkste Fraktion mit 27%, die übrigen 6,5% besorgt die Schwester- und Opa-Partei CSU.

Die meisten Menschen wählten aber bei der letzten Bundestagswahl etwas ganz anderes: Nichts. [...] 

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