Die GRÜNE JUGEND Hamburg lehnt die Weiterführung der Testphase für die Pferdestaffel der Hamburger Polizei entschieden ab. Innensenator Neumann (SPD) will erst Ende 2012 entscheiden, ob die vor einem Jahr eingeführte Pferdestaffel der Hamburger Polizei erhalten bleibt – zu Oppositionszeiten war seine Partei eine der größten Kritikerinnen.

Dazu sagt Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Der Einsatz einer Pferdestaffel in Hamburg ist völlig überzogen. Die von ihr verursachten Kosten stehen in keinem Verhältnis zu ihrem Nutzen. Senator Neumann sollte gründlich abwägen, ob wir es uns im Hinblick auf die aktuelle Haushaltslage leisten können, Streifenpolizist_innen auf teuren Pferden durch die Stadt reiten zu lassen! In einer Vergrößerung der Pferdestaffel, wie sie die Gewerkschaft der Polizei fordert, sehen wir keine Lösung. Diese würde weitere Kosten und in der alltäglichen Polizeiarbeit keine Effizienzsteigerung bedeuten.

Besonders der Einsatz von Polizeipferden bei Massenveranstaltungen sollte auf keinen Fall weiter stattfinden. Die Tiere werden enormen Stress ausgesetzt. Pferde darauf zu trainieren, in Gefahrensituationen nicht zu fliehen, widerspricht ihrem natürlichen Verhalten und ist somit Quälerei! Außerdem können die Tiere unter Umständen in unübersichtlichen Situationen nicht mehr von ihren Reiter_innen kontrolliert werden. Unbeteiligte werden hier einer schwer einschätzbaren Gefahr ausgesetzt. Von Deeskalation kann daher keine Rede sein.“