freitalk – ein Format zum Mitreden. Jeden ersten Freitag im Monat findet an wechselnden Orten in Hamburg die Veranstaltungsreihe der GRÜNEN JUGEND Hamburg statt – regelmäßig gemeinsam ausgerichtet mit den GRÜNEN Hamburg. Gäste aus Gesellschaft und Politik erzählen von ihren Erfahrungen und Projekten. Es geht ums Zuhören und Zusehen – aber auch ums Fragen, Nachfragen und miteinander Diskutieren.


Diese Veranstaltungsreihe ist offen für alle Menschen. Sie ist kostenfrei. Für eine Übersetzung, Kinderbetreuung oder bei sonstigen Bedürfnissen und Fragen bitten wir Euch uns zu kontaktieren: kontakt@gjhh.de

This event series is open to all people. It is free of charge. If you have any further questions or require translating/interpreting, childcare or any other assistance, please contact us at: kontakt@gjhh.de

Termine:

Jun14 | 18 Uhr | GRÜNE Eimsbüttel, Methfesselstraße 38

Die reichsdeutsche Kolonialzeit dauerte von 1884 bis zum Ersten Weltkrieg. Die Eroberung von außer-europäischen Gebieten und die Versklavung von Menschen reichen jedoch noch weiter zurück als in die scheinbar kurze Periode während der Kaiserzeit. In Hamburg haben Kaufleute und Reedereien viel Geld mit Palmöl, Schnaps und Baumwolle verdient. Spuren der in Deutschland verdrängten Kolonialvergangenheit lassen sich noch heute finden – im Handel, in den Museen, Straßen, Köpfen und Schulbüchern. Nicht selten wird diese Epoche romantisch verklärt und die koloniale Gewalt verharmlost.

Wie gehen der Senat, die Behörden und die Kirchen heute mit dem kolonialen Erbe um? Und was fordern Initiativen, die sich für postkoloniale Erinnerungsorte in Hamburg einsetzen? Anke Schwarzer vom Arbeitskreis Hamburg Postkolonial wird diese fragen beantworten und darüber berichten, warum die postkoloniale Aufarbeitung Hamburgs so wichtig ist!

Apr12 | 18 Uhr | Kultur Palast Hamburg, Öjendorfer Weg 30a

Eine Stadt, in der allen Menschen, unabhängig von Nationalität und Aufenthaltsstatus, umfangreiche Rechte und Teilhabemöglichkeiten garantiert werden – das ist die Vision der Solidarity City! In Berlin könnte diese Vision Wirklichkeit werden: Die Hauptstadt ist Anfang des Jahres dem europäischen Städteverbund „Solidarity Cities“ beigetreten. Die GRÜNEN Berlin hatten zuvor bereits beschlossen, konkrete Maßnahmen zugunsten einer solidarischen Stadt anzustreben. Alle in Berlin lebenden Menschen sollen dabei ohne Angst vor Abschiebung leben können und Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung sowie dem Arbeits- und Wohnungsmarkt erhalten.
Bettina Jarasch, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, ist Mitinitiatorin des Vorstoßes und wird über das Konzept der Solidarity City sowie über den Prozess in Berlin und Perspektiven für andere Städte sprechen.
Die GRÜNE JUGEND Hamburg und die LAG Migration und Flucht laden gemeinsam dazu ein, anhand der Erfahrungen aus Berlin über das Konzept der Solidarity City und über Perspektiven für die Stadt Hamburg zu diskutieren!

Mär01 | 19 Uhr | Café Chrysander, Chrysanderstraße 61

Die Auswirkungen von Gentrifizierung auf bezahlbaren Wohnraum sind ein anerkanntes Problem. Steigende Mietpreise führen aber auch dazu, dass Kleingewerbetreibende und Kulturschaffende immer mehr aus den zentralen Stadtteilen verschwinden.
Im Ergebnis langer stadtpolitischer Auseinandersetzungen hat die fux eG mit dem Kauf einer ehemaligen Kaserne in Hamburg-Altona deshalb einen gemeinschaftlich betriebenen Produktions- Bildungs- und Kommunikationsort geschaffen. Auf 9000 Quadratmeter Fläche stellt die Genossenschaft bezahlbare Flächen für Kunst, Kultur, kleine Gewerbe sowie soziale Organisationen und gemeinnützige Vereine zur Verfügung.
Frederik Busch und Frank John von der fux eG berichten von dem Projekt und sprechen über die Bedeutung von Gentrifizierung für Freischaffende, Handwerker*innen, Bildungsarbeiter*innen und Kreative.

Jan04 | 18 Uhr | GRÜNE Eimsbüttel, Methfesselstraße 38

Europa geht alle etwas an! Doch fragt man Das Progressive Zentrum, wird Europapolitik meist nur in den Großstädten diskutiert. Das Team des Berliner Think-Tanks verließ deswegen seine Hauptstadtblase, um in 10 Orten Deutschlands denjenigen Menschen zuzuhören, die in den üblichen Debatten um Europa häufig überhört werden. Abseits des urbanen Trubels wurde gesprochen über Identität und Migration, einem sozialen Europa sowie europäische Arbeits- und Bildungspolitik. Paulina Fröhlich, Projektmanagerin beim Progressiven Zentrum, berichtet und diskutiert über die gesammelten Ideen, Sorgen, Ängste und Wünsche von und zu Europa.

Hier gibt es mehr Infos zum Projekt: http://www.progressives-zentrum.org/europa-hoert-eine-dialogreise/

Dez07 | 18 Uhr | GRÜNE JUGEND Hamburg, Burchardstraße 21

In Deutschland ist Rassismus ein gesamtgesellschaftliches Problem. Damit betrifft er auch den pädagogischen Bereich, sagt der Musikpädagoge Vincent Bababoutilabo. In seiner Masterarbeit untersuchte Vincent die visuelle Repräsentation von Schwarzen Menschen in Musik-Schulbüchern. Als Aktivist der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland setzt er sich dafür ein, rassismuskritische Perspektiven in Schulen zu etablieren.
Ein Diskussionsabend über rassistische Klischees und eurozentrische Wissensvermittlung in der Musikpädagogik und notwendigen Veränderungen im Bildungssystem.

Nov02 | 18 Uhr | Geschäftsstelle GRÜNE Nord, Bussestraße 1

Diskussion: Schluss mit der EU-Abschottungspolitik!

Schließung der Balkanroute, EU-Türkei-Abkommen, Grenzschutzagentur Frontex: Was bedeuten diese Maßnahmen und Institutionen der EU eigentlich genau? Zusammen mit Janine Wagener vom Flüchtlingsrat Hamburg werden wir über die europäische Grenzpolitik und ihre Folgen für Geflüchtete, Migranten*innen und die Arbeit von zivilgesellschaftlichen Gruppen diskutieren. Die Diplom-Politologin ist als Vormundin für minderjährige unbegleitete Geflüchtete tätig und kriegt die Auswirkungen der Festung Europas aus erster Hand zu spüren.

Okt05 | 18 Uhr | Geschäftsstelle GRÜNE Wandsbek, Wandsbeker Königsstraße 66

Diskussion: Neuer Antisemitismus in Deutschland?

„Neukölln ist eine No-go-Area für Juden“, heißt es immer wieder in Presseberichten. Gegenden mit einer höheren Anzahl an Muslimen seien gefährlich für Juden. Armin Langer bezweifelt das. Natürlich gebe es Antisemitismus unter Muslimen – die überspitzte Darstellung der Muslime als die alleinigen Träger des Antisemitismus löse aber das Problem der Judenfeindlichkeit nicht, so Langer.
In seinem Buch „Ein Jude in Neukölln“ arbeitet sich der Publizist an allem ab, was ihn an der Debatte um Integration, Antisemitismus und dem Islam stört. Mit der Salaam-Schalom-Initiative macht er sich für friedliches Zusammenleben von Juden und Muslimen stark, und will zeigen, dass es zwischen den Anhängern der beiden Weltreligionen keine natürliche Feindschaft gibt.
Ein Diskussionsabend über Alltagsrassismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.

Aug03 | 18 Uhr | GRÜNE JUGEND Hamburg, Burchardstraße 21

Diskussion: Gleiche Rechte für Trans*-Personen!

In Hamburg findet die Pride Week statt und wir beschäftigen uns mit der politischen und rechtlichen Situation von Trans*-Personen! Einen Tag bevor wir beim Christopher Street Day für die Rechte von queeren Personen demonstrieren, wird Wiebke Fuchs, Managerin des Projekts „selbstbewusst trans*“ vom Magnus-Hirschfeld-Centrum und Vorstandsmitglied der Bundesvereinigung Trans*, uns von ihrer Arbeit und den laufende politische Initiativen berichten. So hat der Bundesverband Trans* aktuell eine Campact-Petition gegen Seehofers Gesetzesentwurf zur dritten Geschlechtsoption im Ausweis laufen. Ihr könnt diese hier unterstützen.

freitalk spezial: Jul13 | 18 Uhr | betahaus hamburg, Eifflerstraße 43, 22769 Hamburg

Diskussion: Ein Jahr nach G20 in Hamburg

Vor einem Jahr fand in Hamburg der G20 Gipfel statt. Vor den Kulissen der Verhandlungen war das Gipfelwochenende geprägt von Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei: Es kam es zu Plünderungen und Gewaltakten, Journalist*innen wurden kurzfristig ihre Akkreditierung entzogen, Demonstrationen eingekesselt und durch verdeckte Ermittler*innen unterwandert.
Seit dem Gipfel steht die Frage im Raum, ob die Polizei die Sicherheit der Gipfelteilnehmenden nur auf Kosten von rechtsfreien Räumen in der Stadt und Unterdrückung der Demonstrationsfreiheit sichern konnte. Seit Ende August nun arbeitet ein Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft an der Aufklärung und stellt sich die Frage, wie es zu diesem Kontrollverlust in der Stadt kommen konnte.

Den aktuellen Stand der Aufklärung, sowie die Konsequenzen, die Hamburg und die Hamburger Polizei aus dem Gipfelwochenende gezogen hat, werden wir diskutieren mit:

Antje Möller, Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Christiane Schneider, DIE LINKE

Carl Jarchow, FDP

Arne Nüchterlein, Junge Union Hamburg

Jul06 | 18 Uhr | Geschäftsstelle GRÜNE Eimsbüttel, Methfesselstraße 38

Diskussion: Ausstieg aus der Naziszene

Über die Musik gerät Felix Benneckenstein in die Naziszene, wurde Mitglied in der NPD und tritt als Liedermacher auf Kameradschaftstreffen auf. 2011 schafft er nach 10 Jahren den Ausstieg! Er gründete die Aussteigerhilfe Bayern und hilft seit dem anderen aus der Naziszene zu kommen. Durch seinen Ausstieg ist er allerdings auch vielen Anfeindungen und Drohungen von seinen früheren Kameraden ausgesetzt. Was zieht junge Menschen heute noch in die Naziszene? Welche Präventionsmaßnahmen sind nötig? Wie werden Aussteiger*innen unterstützt? Diese und weitere Fragen wollen wir diskutieren!

Apr06 | 18 Uhr | Landesgeschäftsstelle GRÜNE Hamburg, Burchardstraße 21

Diskussion: Ändern statt jammern!

Wie lassen sich soziale Probleme und Missstände lösen? Ob Pfandbon spenden, barrierefreie Orte auf virtuellen Karten sichtbar machen oder über vorurteilsfreie Sprache in den Medien informieren – einfach mal machen! Das ist auch das Motto der Sozialhelden e.V., die mit kreativen Ideen einen gesellschaftlichen Wandel fördern. Ein Diskussionsabend mit Andi Weiland über Ziele, Vorstellungen und Projekte der Sozialhelden.

Mär02 | 18 Uhr | Geschäftsstelle GRÜNE Bergedorf, Sachsentor 12

Diskussion: BREXIT und Europas Zukunft

Gerade nach dem Referendum in Großbritannien stellt sich die Frage: Wohin geht die europäische Reise? Das Friedensprojekt Europäische Union wird von Vorurteilen und Skepsis begleitet. Europas Zukunft braucht innovative Antworten. Zusammen mit Jule Könneke von Polis180 werden wir über Probleme und Zukunftsfragen der Europäischen Union diskutieren. Polis180 ist eine Ideenfabrik junger Menschen für Außen- und Europapolitik.

Feb02 | 18 Uhr | Geschäftsstelle GRÜNE Altona, Erzbergerstraße 19

Fotovortrag: Die Flucht nach Europa

Im Mittelmeer sterben fast täglich Menschen beim Versuch nach Europa zu flüchten. Anstatt sich schnellstmöglich um die Rettung der Menschen zu kümmern, ziehen sich die Schiffe der europäischen Staaten zurück. Die ehrenamtliche Seenotrettung bezeichnet Stephan Mayer (CDU) währenddessen als „Shuttle-Service“.

Vor Ort auf den Fluchtrouten waren nur die wenigsten Menschen, die sich mit dem Thema beschäftigen. Erik Marquardt hat die Situation von flüchtenden Menschen auf dem Mittelmehr und entlang des Balkans eindrücklich festgehalten. In seinem Fotovortrag schildert er die Eindrücke, Erlebnisse und Probleme auf der Flucht nach Europa.