Der HVV will seine Ticketpreise 2012 um fast 3% erhöhen. Ein entsprechender Antrag wurde eingereicht und vom Senat angenommen. Die SPD hat bereits signalisiert, dass sie diesem auch in der Bürgerschaft zustimmen wird.

Dazu erklärt Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Wissen Senat, SPD und HVV, was sie da tun? Nach dem neu eingeführten Alkoholverbot kommt die nächste schlechte Nachricht des HVVs. Abermals steigen die Preise im Verkehrsverbund um knapp 3%. Unbewusst – oder bewusst – vergraulen der Senat und die SPD mit ihrer Zustimmung Kund_innen. Allen Menschen, die sich umweltfreundlich mit Bus und Bahn durch die Stadt bewegen wollen, gibt der Senat eindeutig die falschen Signale. Der motorisierte Individualverkehr sollte höhere Preise zahlen! Er verstopft unsere Straßen, verunreinigt unsere Luft und zerstört die Umwelt. Der Senat muss Mut zeigen und eine vernünftige, flächendeckende Parkraumbewirtschaftung sowie eine Citymaut einführen, um die steigenden Kosten des HVVs auszugleichen.

Ein Preiserhöhung trifft besonders Menschen mit geringen Einkommen, die auf den HVV angewiesen sind. Sie sollen die Mehrkosten von 14 Millionen Euro tragen. Die SPD wird ihrem Anspruch einer sozialen und umweltfreundlichen Politik in keinster Weise gerecht. Sie soll endlich Anreize schaffen, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen und Mobilität für alle ermöglichen!

Die GRÜNE JUGEND Hamburg spricht sich gegen eine erneute Preiserhöhung aus und fordert, die Finanzierung des öffentlichen Nahverkehrs insgesamt neu zu denken. Weiterhin fordern wir einen kostenlosen Probemonat für alle Neu-Hamburger_innen.“