Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 11. Juni 2015
Thema: Olympia in Hamburg

Die Bürger_innen Hamburgs sollen am 29.11.2015 in einem Referendum darüber entscheiden, ob sie wollen, dass sich Hamburg um die Ausrichtung Olympischer Spiele 2024 bewirbt. Die Hamburger Olympiabewerbung ist von dem Erfolg dieses Referendums abhängig. Die GRÜNE JUGEND Hamburg hat hierzu auf ihrer Landesmitgliederversammlung am 10.06.2015 einen Beschluss verabschiedet.

Dazu erklärt Emma Hansen, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

Wir positionieren uns gegen die Ausrichtung Olympischer Spiele in Hamburg und werben für ein „Nein!“ am 29. November. Olympia in Hamburg hätte große Auswirkungen auf Stadtentwicklung und die Grundrechte der Bürger_innen. Der Stadtteil „OlympicCity“ würde für einen Anstieg der Mieten in Wilhelmsburg und auf der Veddel sorgen. Auch sonst ist Olympia für die Stadtentwicklung eher kontraproduktiv: Was sollen wir mit einem riesigen Stadion mitten in der Stadt? Auf dieser Fläche könnten sonst viele weitere Wohnungen gebaut werden. Stadtentwicklung und Wohnungsbau müssen auch ohne kostspielige Olympische Spiele möglich sein! Die Olympischen Spiele gehen immer mit vielen Sicherheitsmaßnahmen einher. Das bedeutet: Militärschiffe auf der Elbe, private Firmen, die öffentlichen Raum mit Kameras überwachen und ein hermetisch abgeriegeltes olympisches Dorf. Diese Maßnahmen bedeuten deutliche Einschränkungen der Grundrechte der Bürger_innen. Wir finden: Das darf nicht sein!

 

Daniel Weßling, politischer Geschäftsführer der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:

Wir können nicht akzeptieren, dass Milliarden Steuergelder für ein Sportevent mit sehr fraglichem Nutzen verschwendet werden. Der teure Neubau von drei Arenen ist nicht nachhaltig und lohnt sich nicht. Auch wenn wir die Idee, dass auf dem Kleinen Grasbrook Wohnraum entstehen soll, grundsätzlich für richtig halten: Die HHLA fordert weiterhin Milliarden für einen vorzeitigen Verzicht auf die Hafenflächen, von Annäherung ist hier bislang wenig zu erkennen. Auf diese Probleme wird jedoch nur wenig Rücksicht genommen. Auch die Werbekampagne des Senates „Feuer und Flamme für die Spiele in Hamburg“ fußt nur auf Emotionen. Tatsachen, insbesondere negative, spielen dabei keine Rolle. Die Olympiabewerbung könnte die Stadt, und damit die Bürger_innen, also teuer zu stehen kommen.