Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 10. November 2016
Thema: Verhältnis der GRÜNEN zu Angela Merkel

Anlässlich der Berichterstattung über das angebliche Verhältnis der GRÜNEN zu Bundeskanzlerin Angela Merkel sehen wir Klarstellungsbedarf beziehungsweise Widerspruch zu parteiinternen Einzelmeinungen.

Dazu sagt Emma Hansen, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

Angela Merkels Entscheidung vom letzten Jahr, in einem kritischen Moment die alten Schlagbäume nicht wieder fallen zu lassen, hat zwar Respekt verdient, Respekt aber auch nur in dem Sinne, als dass sie diese Entscheidung als Vorsitzende einer konservativen, von Angst geleiteten Unionspartei getroffen hat. Die Entscheidung, bei einer Herausforderung, die über Jahre hinweg durch eine verfehlte Geflüchtetenpolitik selbst verschuldet war, nicht sofort die Werte Europas gegen alte Nationalgrenzen einzutauschen, war das absolute Minimum, was wir von verantwortungsvoller Politik erwarten dürfen.

Johannes Müller, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:

In vielen anderen Bereichen müssen wir Angela Merkel massiv kritisieren. Den Umwelt- und Klimaschutz beispielsweise vernachlässigt sie komplett. So hat sie es versäumt, auf der UN-Klimakonferenz in Marokko einen durch das Pariser Abkommen geforderten Klimaschutzplan vorzulegen. Wegen der hohen durch landwirtschaftliche Überdüngung verursachten Nitratverseuchung des Bodens wird Deutschland gerade verklagt. Deutschland kann damit sicher nicht mehr als Vorreiter eines ökologischen Bewusstseins und der Energiewende gelten.

Bei Rückfragen meldet euch bitte per Kontaktformular.