Anlässlich der frauen- und genderpolitischen Anträge zur Bürger_innenschaftssitzung am 29. Februar 2012 erklärt Juliana Wimmer, frauen- und genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Wir begrüßen es, dass an diesem Tag gleich vier Anträge auf der Tagesordnung stehen, die sich inhaltlich mit Gleichstellungsthemen auseinandersetzen. Den Antrag der Fraktion DIE LINKE zum Thema Genderbudgeting finden wir in hohem Maße unterstützenswert. Dabei geht es zunächst um die Analyse der geschlechtersensiblen Aspekte des Haushalts. Wir wollen eine wirkliche Gleichstellung aller Menschen. Dafür ist es unabdingbar, sich zunächst der festgefahreren Strukturen bewusst zu werden, in denen wir leben und die uns prägen. Durch das Genderbudgeting können strukturelle Ungleichheiten sichtbar gemacht werden. Effektive Frauen- und Genderpolitik muss sich auf alle Fachbereiche ausdehnen und stets mitgedacht werden. Die Bürger_innenschaft kann mit der Einführung des Genderbugetings einen großen Schritt voran gehen in Richtung Gleichstellung.

Auch die Einführung einer festen Frauenquote für öffentlich-rechtliche Gremien begrüßen wir sehr. Eine echte Gleichberechtigung ist nur möglich, wenn Frauen mindestens zu 50 Prozent in wichtigen Führungpositionen ausmachen. Hier muss die Stadt Hamburg ein Vorbild sein und aktiv etwas für die Gleichstellung der Frauen tun.

Noch immer sind es überwiegend Frauen, die im Niedriglohnsektor arbeiten oder unterhaltssichernde Leistungen beantragen müssen. Wir brauchen Frauen in allen Arbeitsbereichen und unterstützen die Forderung nach einem Landesaktionsplan für mehr Beschäftigung von Frauen auf guten Arbeitsplätzen. Frauenarmut muss verhindert werden. Bessere Arbeit für Frauen verändert ihre Situation nicht nur aktuell, sondern durch höhere Rentenansprüche auch im Alter.“