Die Hamburgische Bürgerschaft hat heute in der zweiten Lesung die Absenkung des Wahlalters beschlossen. Damit haben von nun an Jugendliche ab 16 Jahren bei Bezirks- und Bürgerschaftswahlen, sowie bei Volksentscheiden eine Stimme und können aktiv in der Politik mitentscheiden.

Dazu erklärt Lise Känner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Wir fordern schon lange die Senkung des Wahlalters und sind froh, dass wir damit bei den GRÜNEN, aber auch in der Bürgerschaft auf Zustimmung gestoßen sind. Wir begrüßen es daher sehr, dass das Wahlalter nun gesenkt wird. Die Fähigkeit, sich in demokratische Prozesse einzubringen, hängt für uns nicht mit dem Alter von Menschen zusammen. Jede Stimme, die vorher aufgrund eines zu hohen Wahlalters verwehrt blieb und jetzt zählt, ist ein Gewinn für die Demokratie! Wir müssen die Absenkung des Wahlalters jedoch mit zusätzlichen Angeboten an politischer Bildung verknüpfen.“

Carl Philipp Schöpe, Landesvorsitzender der Jusos Hamburg, ergänzt:

„Gerade weil junge Menschen ein besonders hohes Interesse an langfristig orientierter Politik haben, ist es gut für unsere Stadt, dass wir der Jugend mehr Mitsprache einräumen. Viele Jugendliche sind bereits heute politisch enorm engagiert. Wenn es gelingt, auch die anderen durch mehr Mitsprache und eine stärkere Behandlung von Politik im Schulunterricht, von der Demokratie zu begeistern, ist das für unser Zusammenleben nur von Vorteil. Auch liegt es an den Parteien, noch stärker auf die Interessen der Jugend einzugehen und Politik in einer für Jugendliche ansprechenden Form zu erklären. Dass sich in der Bürgerschaft eine Zweidrittelmehrheit für die Absenkung des Wahlalters gefunden hat, ist in jedem Fall ein erfreulicher Ausdruck des Vertrauens der Politik in die Jugend Hamburgs.“