Nach den teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Nazis, der Polizei und linken Gegendemonstrant_innen am 2. Juni forderte die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG), den Einsatz von Gummigeschossen auf Demonstrationen zu erlauben.

Dazu erklärt Tom Rickers, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Die Forderung nach dem Einführen von Gummigeschossen halten wir für sehr besorgniserregend. Waffen, die mit Gummigeschossen geladen werden, haben auf unübersichtlichen und emotional aufgeladenen Demonstrationen nichts verloren. Sie können zu Verletzungen, wie zum Beispiel Prellungen führen. Außerdem besteht ein hohes Risiko, dass Menschen im Gesicht getroffen werden und erblinden. In unruhigen Situationen kann es leicht vorkommen, dass Unschuldige schwer verletzt werden. Wir halten Gewalt und Sachbeschädigung durch Demonstrant_innen natürlich nicht für zielführend und lehnen diese ab. Jetzt die Einsatzmittel der Polizei zu verschärfen ist aber der falsche Weg. Es führt lediglich zu einem Wettrüsten zwischen Polizei und Demonstrant_innen, das die Gewalt nur verschärfen wird. Wir hoffen, dass die Polizei genauso wie die Politik sich in Zukunft schon im Vorfeld bemühen, deeskalierende Strategien umzusetzen.“