Die „Lampedusa in Hamburg“-Flüchtlinge und sie unterstützende Gruppen wollen im Dezember an jedem Adventssamstag über die Mönckebergstraße durch die Innenstadt für ihr Anliegen demonstrieren. Dabei kommt es laut Medienberichten zu einem Konflikt mit den Weihnachtsparaden, die ebenfalls jeden Samstag im Dezember stattfinden sollen. Eine Entscheidung über diesen Konflikt fällt das Verwaltungsgericht Anfang dieser Woche.

Janina Abts, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg, erklärt hierzu:

„Wir fragen uns, was in Hamburg eigentlich wichtiger ist – das Weihnachtsgeschäft oder die Menschenrechte? Wenn das City-Management argumentiert, dass das Geschäft im Dezember durch Demonstrationen der Lampedusa-Gruppe gefährdet sei, befürchten wir: Ersteres. Diese Haltung kritisieren wir. Die Mönckebergstraße ist der richtige Ort für die geplanten Demonstrationen. Durch Glühwein, Weihnachtsbuden & Co eine heile Welt zu konstruieren, während auf der anderen Seite des Hauptbahnhofs am Steindamm Flüchtlinge für ihre Rechte streiten, ist absurd. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist es notwendig, in der direkten Umgebung von Konsum und Überfluss ein Bewusstsein für das Leid zu schaffen, das viele Menschen auf der Welt ertragen müssen.“

Maximilian Bierbaum, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:

„Letztendlich sind Weihnachtsparaden und Demonstrationen für Menschenrechte kein Widerspruch. Weihnachten soll angeblich mehr sein als Konsum, Rentierschlitten und Engel. Der Advent gilt als eine Zeit der Besinnung. Wenn dem wirklich so ist, muss im Advent auch Platz für Menschen sein, die für ihre Anerkennung streiten. Hoffentlich besinnt sich dann auch der Senat auf Humanität und hilft der Lampedusa-Gruppe.“