Anlässlich des Weltfrauentages fordert die GRÜNE JUGEND Hamburg absolute Gleichstellung jetzt!

Dazu erklärt Lise Känner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Dass Männer und Frauen in unserer Gesellschaft nicht gleich behandelt werden, wissen wir schon lange. Frauen wird für gleichwertige Arbeit im Schnitt 21 % weniger bezahlt als Männern, in den Führungsetagen von Unternehmen und Politik befinden sich noch immer überdurchschnittlich viele Männer, obwohl Frauen oft besser qualifiziert sind als Männer. In Deutschland sind vorwiegend Frauen in prekären Arbeitsverhältnissen und können trotz Vollzeitstelle nicht von ihrer Arbeit leben. Wir fordern: Gleichstellung jetzt!

Die schwarz-gelbe Koalition hat an dieser Stelle auf ganzer Linie versagt. Die Merkel-Koalition hat jedoch nicht nur versäumt, der Diskriminierung von Frauen entgegenzuwirken, sondern die Diskriminierung mit der Einführung des Betreuungsgeldes auch wissentlich unterstützt. Das schwarz-gelbe Rollenbild der Frau ist klar definiert: Frauen gehören an den Herd, nicht in Spitzenpositionen. Die Merkel-Koalition und insbesondere Ministerin Schröder zeigen ein weiteres Mal, wie antiquiert und rückständig sie sind. Eine Regierung, die es nötig hat, vom Verfassungsgericht zurückgepfiffen zu werden, gehört abgewählt und dahin zurück verfrachtet, wo sie hingehört: in die verstaubte Schublade der Kommode mit Dingen, die niemand mehr braucht.

Wir als GRÜNE JUGEND Hamburg fordern einen gesetzlichen, flächendeckender Mindestlohn; eine verbindliche Frauenquote von 50% in Vorständen und Aufsichtsräten, sowie die Abschaffung des Ehegattensplittings, des Betreuungsgeldes und mehr Investitionen in den KiTa-Ausbau.

Die Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Frauen zeigt sich aber nicht nur, wie oft deklariert, in der Arbeitswelt, sondern auch im Alltag einer jeden Frau. Nicht zuletzt die aktuelle Debatte um Sexismus in Deutschland zeigt: Hier besteht viel Nachholbedarf. Dabei steht Brüderle nur exemplarisch für ein in allen Gesellschaftsschichten verbreitetes sexistisches Gedankengut. Wir schämen uns für eine Gesellschaft, die nicht anerkennt, dass alltäglicher Sexismus existiert, wir schämen uns für eine Gesellschaft, die immer noch der Auffassung ist, Frauen seien selbst Schuld, wenn sie belästigt werden, nur weil sie sich knappe Klamotten angezogen haben und wir schämen uns für eine Gesellschaft, die Frauen immer noch selbst für Vergewaltigungen verantwortlich macht.

Auch unser aktueller Bundespräsident Joachim Gauck beweist uns abermals, dass Sexismus in Deutschland noch mehrheits- und salonfähig ist. Wir als GRÜNE JUGEND Hamburg kämpfen entschieden gegen jegliche Diskriminierung von Frauen in der Arbeitswelt, in Schule, Studium und Ausbildung sowie im Alltag. In dem Kampf gegen die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen muss es darum gehen, jeglichen Sexismus aus unserer Gesellschaft zu verbannen.“

Am Freitag, den 8. März (heute!), veranstaltet die GRÜNE JUGEND Hamburg zusammen mit den Hamburger GRÜNEN und ihrer Landesarbeitsgemeinschaft Frauenpolitik auf dem Ida-Ehre-Platz ab 16 Uhr eine Fotoaktion, die Spaß bereiten und gleichzeitig nachdenklich stimmen soll.

Am Dienstag, 12. März, findet um 20 Uhr in der Geschäftstelle des Kreisverbandes Eimsbüttel Bündnis 90/DIE GRÜNEN, Methfesselstraße 38, 20247 Hamburg, eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „#Aufschrei – ist Sexismus eine Machtfrage?“ mit Anna Gallina, grüner Bundestags-Direktkandidatin für Eimsbüttel; Lise Känner, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg und Maximilian Bierbaum, politischer Geschäftsführer der GRÜNEN JUGEND Hamburg und ebenfalls grüner Kandidat zur Bundestagswahl, statt.