Nach mehreren Übergriffen auf Hamburger Polizist_innen wurde das Gefahrengebiet Sternschanze/St. Pauli wieder eingerichtet und bis nach Altona-Nord erweitert.

Maximilian Bierbaum, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg, sagt dazu:

„Wir lehnen Gewalt in jeglicher Form entschieden ab. Die Angriffe auf die Davidwache haben uns stark erschüttert. Die Stigmatisierung der Berufsgruppe Polizei und ein so brutaler Angriff ohne irgendeinen konkreten Bezug schockieren uns genauso wie den Rest der Stadt.

Dennoch halten wir die Einrichtung von Gefahrengebieten für falsch und für keine Lösung des Problems. Allein die Dimension dieses Gebiets ist absurd: Es werden etliche Menschen in Wohngebieten in ihren Persönlichkeitsrechten eingeschränkt. Wir fordern daher die Aufhebung des Gefahrengebiets.“

Janina Abts, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg, ergänzt:

„Uns ist bewusst, dass das Misstrauen auf Seiten der Polizei wie auch auf Seiten der Aktivist_innen groß ist. Eine Demonstration von Macht und Stärke der Polizei hilft aber genauso wenig, den aktuellen Konflikt in der Stadt zu befrieden, wie eine Reaktion durch Wut von Aktivist_innen. Nur durch Gespräche und Vertrauen können die immer höher werdenden Mauern zwischen den beiden Seiten abgebaut werden. Mit diesem eingerichteten Gefahrengebiet passiert aber das Gegenteil: Misstrauen wird aufgebaut und neue Wut geschürt.

Wir fordern daher den Senat auf, sich stärker auf politische Dialoge denn auf Polizeieinsätze zu konzentrieren und hoffen, dass dies im heute tagenden Innenausschuss diskutiert wird. Politische Lösungen erreicht man nicht durch Gewalt – egal, von welcher Seite sie ausgeht.“