Nous sommes unis!


Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg vom 14. November 2015
Thema: Die Anschläge in Paris

Die schrecklichen Ereignisse in Paris sind kaum 24 Stunden her, da fordern die ersten schon reflexartig die Verschärfung von Sicherheitsmaßnahmen oder machen Stimmung gegen Geflüchtete in Europa. Wir wollen uns daher klar gegen solche Stimmen positionieren.

Emma Hansen, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND HAMBURG erklärt:
Die Ereignisse der vergangenen Nacht haben uns alle tief erschüttert. Unser Mitgefühl gilt allen Opfern der Anschläge von Paris und ihren Angehörigen.
Doch wir dürfen uns durch solche Anschläge nicht vom Leben abhalten lassen. Wir sollten Konzerte, Fußballspiele und ähnliche Veranstaltungen nicht meiden, die Angst darf nicht über uns regieren.
Wir dürfen uns unsere Freiheit durch solche Gewalt nicht nehmen lassen. Im Gegenteil: Jetzt gilt es, Freiheit und Demokratie zu verteidigen, indem wir sie leben. Auf keinen Fall dürfen solche Ereignisse dafür verwendet werden, um gegen Geflüchtete und/oder Muslim_as zu hetzen. Wir sollten nicht vergessen, dass Geflüchteten, die bei uns Schutz suchen, genau vor solchen terroristischen Gewaltakten fliehen. Deshalb darf sich Europa jetzt nicht weiter abschotten und dadurch Geflüchtete daran hindern zu uns zu kommen.
Solidarität mit den Pariser Opfern, Solidarität mit Geflüchteten. Nous sommes unis!

Johannes Müller, Sprecher der GRÜNEN JUGEND HAMBURG fügt hinzu:
Die vergangene Nacht war nicht nur ein Angriff auf Paris, es war vor allem auch ein Angriff auf uns als Europäer_innen und unsere europäischen Werte, die wir auf diesem Kontinent teilen. Demokratie, religiöse und politische Toleranz, das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Freiheit, Grenzen in den Köpfen und auf Landkarten zu überwinden – das sind die eigentlichen Ziele, die Terrorist_innen treffen wollen.
Trotz des Schocks nach solchen Taten dürfen wir uns nicht zu Kurzschlussreaktionen hinreißen lassen, um den Terrorist_innen genau diese Überzeugungen durch eine weitere Einschränkung unserer Bürgerrechte auf dem Altar vermeintlich erreichbarer Sicherheit zu opfern. Die Vorfälle von gestern Nacht zeigen auch, dass Sicherheit nicht durch Terrorwarnstufen, Waffen oder Grenzen erzwungen werden kann. Wahre Sicherheit kann man nur in den Köpfen der Menschen schaffen.