Anlässlich des von den Vereinten Nationen deklarierten Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen sagt Juliana Wimmer, Frauen- und Genderpolitische Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Jedes Jahr wird am 25. November auf das Schicksal der Frauen aufmerksam gemacht, die unter irgendeiner Form der Gewalt leiden. Frauenhandel, Vergewaltigung, Zwangsprostitution und Genitalverstümmelung sind nur einige Beispiele für grausames Verhalten, dem immer wieder Frauen überall auf der Welt ausgesetzt sind. In der UN-Menschenrechtscharta wird die Menschenwürde als oberster Grundsatz genannt, der geschlechterunabhängig für alle Menschen in allen Ländern gleichermaßen gilt. Die Menschenrechte werden in der Realität jedoch oft mit Füßen getreten. Die gezielte Diskriminierung von Frauen ist in vielen Gesellschaften und Kulturen tief verankert. Der „Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen“ (UNIFEM) geht davon aus, dass in einigen Ländern der Erde bis zu 70 Prozent aller Frauen mindestens einmal im Laufe ihres Lebens Opfer physischer oder sexueller Gewalt werden.

Gewalt gegen Frauen ist auch in Deutschland ein massives Problem. Das Bundesfamilienministerium geht davon aus, dass etwa jede vierte Frau, die in Deutschland lebt, mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt geworden ist. Besonders erschreckend ist in diesem Zusammenhang die am 22. November erschienene Studie zu Gewalt gegen Frauen mit Behinderungen. Sie zeigt, dass Frauen mit Behinderungen viel öfter in ihrem Leben Gewalt erfahren als andere Frauen und Mädchen. Gegen diese furchtbaren Umstände müssen dringend effektive Maßnahmen getroffen werden, nicht nur in Deutschland, sondern gerade auch auf europäischer und internationaler Ebene. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein gewaltfreies Leben!“