Der Weltfrauentag ist zu einer Plattform für Themen wie Migratinnenrechte, nichtheterosexuellen Lebensstilen und Sicherung der Frauenrechte weltweit geworden.  Die Sozialistin Clara Zetkin machte auf der 2.  Sozialistischen Frauenkonferenz den Vorschlag einen internationalen Weltfreuentag einzuführen. Am 19. März 1911 wurde dieser das erste Mal gefeiert.  Ziele waren unter anderem das Wahlrecht für Frauen und die Forderung nach „ gleichem Lohn bei gleicher Leistung“. Das aktive und passive Wahlrecht wurde Frauen in Deutschland im November 1918 zugesprochen. Doch noch immer bekommen Frauen bei gleicher Arbeit 12% weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Noch immer sind Frauen in Führungspositionen in deutschen Unternehmen an einer Hand abzählbar, noch immer sind 30 % der Frauen im Niedriglohnsektor beschäftigt, Tendenz steigend. Und noch immer sind Frauen in Deutschland dreimal häufiger für Kinderbetreuung und Pflege verantwortlich als Männer. Die Gleichstellung von Mann und Frau im beruflichen und alltäglichen Leben ist somit immer noch weitestgehend Theorie. Hinzu kommen weltweit Frauenrechtsverletzungen in Form von sexueller Ausbeutung und Verletzungen der körperlichen Unversehrtheit.

Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen und den 8. März deutlich in das gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken, hat die Grüne Jugend Hamburg am Weltfrauentag 2010 Flyer mit Informationen zu Frauenrechtsverletzungen verteilt und Tulpen verschenkt.

Dazu Jennifer Broocks, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg:

„Die Forderungen damaliger feministischer Bewegungen haben weder an Aktualität, noch an Bedeutung verloren. So sehen wir es als wichtige Aufgabe uns für Gleichstellung, ausreichenden Mutter- und Kinderschutz, die Festsetzung von Mindestlöhnen und gleichen Lohn bei gleicher Arbeitsleistung einzusetzen, sowie psychische und physische Gewalt und sexuellen Missbrauch an Frauen scharf zu kritisieren.

Wir wollen weiterhin für eine Welt eintreten, in der alle Menschen unabhängig ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Herkunft und ihres Geschlechts die gleichen Rechte und Chancen haben.“