Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Hamburg am 07.04.2020 zur Aufnahme von Geflüchteten aus den griechischen Geflüchtetenlagern


Das Bundesinnenministerium hat am heutigen Dienstag verkündet, dass die Bundesregierung in der kommenden Woche 50 minderjährige Geflüchtete aus den griechischen Geflüchtetenlagern aufnehmen möchte.

Dazu Leon Alam, Sprecher der GRÜNEN JUGEND Hamburg:
In den griechischen Geflüchtetenlagern sitzen aktuell mehr als 40.000 Menschen unter katastrophalen Bedingungen fest. Eine Aufnahme von nur 50 Menschen ist damit nur ein Tropfen auf den heißen Stein und trägt in keinster Weise dazu bei, die Zustände in den Lagern zu verbessern. Auch die Bereitschaft Deutschlands, im Laufe des europäischen Prozesses mehrere hundert Kinder aufzunehmen, ist angesichts der durch die akute Gefahr des Corona-Virus gegebenen Notwendigkeit einer schnellstmöglichen Evakuierung nur Symbolpoltik und absolut unzureichend.


Madeleine Cwiertnia, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Hamburg ergänzt:
140 Kommunen, Städte und Länder haben sich bereit erklärt, Menschen aufzunehmen. Nach der heutigen Ankündigung des BMI fordern wir den Hamburger Senat auf, jetzt ein klares Signal zu senden, dass auch Hamburg zu den sofort aufnahmebereiten Ländern gehört.


Wir fordern den Senat auf, sich dafür einzusetzen, dass Hamburg sofort mindestens 1000 Menschen aufnimmt, um somit einen konkreten Anteil zur Entlastung der griechischen Lager zu leisten. Dabei müssen im ersten Schritt Menschen aus der Corona-Risikogruppe und besonders schutzbedürftige Geflüchtete berücksichtigt werden.