' Digitale Gesellschaft – GRÜNE JUGEND Hamburg

Digitale Gesellschaft

Artikel aus der Kategorie „Programm des letzten Monats“ des PIEKS 06/2019

Was ist Künstliche Intelligenz eigentlich, wie beeinflussen Digitale Plattformen unser Leben und warum müssen wir unser Verständnis von Bildung in einer Digitalen Welt ändern? Dies waren nur einige der Fragen mit denen wir uns am Wochenende vom 15.-16.06. in unserem Digitalisierungsseminar beschäftigt haben.

Das gemeinsame Frühstück bot dabei die Möglichkeit, sich kennenzulernen und über die eigenen Motivationen für das Thema zu reden. Erstaunlich dabei war, dass von den zwanzig Teilnehmer*innen die wenigsten im Alter der GRÜNEN JUGEND waren. Das war aber kein Hindernis, denn schon in der ersten Veranstaltung, einem Workshop mit Jan vom Chaos Computer Club (CCC) zu grundlegenden Begriffe wie „Big Data“ und „Algorithmen“, konnte so auch viel aus unterschiedlichen Perspektiven und Lebenserfahrungen diskutiert werden. Am Ende der Diskussion stellten wir fest, dass unsere Antwort auf neue Technologien wie Deepfakes und Künstliche Intelligenz, Aufklärung und mehr Medienkompetenz sein muss.  [...] 

Weiterlesen

  1. WE ARE HERE! AND WE ARE QUEER! – FÜR EIN RADIKAL QUEERFEMINISTISCHES POLITIKVERSTÄDNNIS
  2. SMASH THE PATRIARCHY: POLITISCHE PARTIZIPATION VON FRAUEN, INTER*- UND TRANS*-PERSONEN
  3. FÜR EIN QUE(E)RDENKEN IN BILDUNG
  4. FIT*-RECHTE IM ARBEITSLEBEN
  5. FAMILIENPOLITIK FÜR ALLE
  6. QUEERFEMINISTISCHE NETZPOLITIK
  7. ARBEITSAUFTRAG FÜR DIE GRÜNE JUGEND HAMBURG
  1. WE ARE HERE! AND WE ARE QUEER! – FÜR EIN RADIKAL QUEERFEMINISTISCHES POLITIKVERSTÄDNNIS

Die Zukunft betrifft uns alle. Und genau darum muss Politik auch alle miteinschließen, allen die Möglichkeit geben, ihre Meinung in den politischen Diskurs einzubringen, um das Potential unserer vielfältigen Gesellschaft auszuschöpfen. Aber diese Vielfalt, lässt sich in der aktuellen politischen Landschaft nach wie vor nicht umfassend finden. Noch viel zu selten finden die Stimmen von Frauen und LGBTQIA* (Abkürzung: Lesbian, Gay, Bisexual, Trans*, Queer, Intersex, Asexual) Gehör.

Auch in einem Bundesland wie Hamburg sitzen in der Bürgerschaft nur 37% Frauen und keine einzige offen lebende Inter*- oder Trans*-Person. [...] 

Weiterlesen

In Zeiten zunehmender digitaler Monopolisierung durch Unternehmen wie Facebook, Google und Amazon gilt es den digitalen Raum im Sinne der Bürger*innen zurückzuerobern und zu ordnen. Ziel ist es ein digitales, demokratisches und nachhaltiges Ökosystem zu schaffen, welches eine Alternative zu den profitorientierten, herkömmlichen Systemen schafft, sowie eine Beteiligung der Bürger*innen durch digitale Lösungen ermöglicht.

Open Data First 

Daten sind ein wertvolles Gut und sollten einen Mehrwert für die Gesellschaft schaffen. Daher fordert die GRÜNE JUGEND Hamburg die Einführung einer Open-Data-Plattform für Hamburg, auf der alle von der Stadt veröffentlichten elektronischen Daten für alle zweckfrei und unverbindlich zur Verfügung gestellt werden. Die Entwicklung der Plattform sollte in Abstimmung mit weiteren Kommunen und Ländern erfolgen, sodass die Implementierung relevanter Schnittstellen möglichst gegeben ist. Eine Visualisierung der Daten ist ebenso anzustreben,sowie eine Weitergabe in maschinenlesbarer Form. [...] 

Weiterlesen

Dies ist der Aufruf der GRÜNEN JUGEND Hamburg zur Demo gegen den Artikel 11 und 13 der EU-Urheber*innenrechtsreform am 02. Juli 2018 um 17 Uhr am Jungfernstieg.

 
Vergangene Woche hat der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments die geplante Urheber*innenrechtsreform gebilligt. Mit dabei sind die kontroversen Artikel 11 und 13. Diese haben das Potential das freie Internet, in der Form in der wir es kennen, massiv einzuschränken.

 

Artikel 11 besagt in der beschlossenen Form, dass schon für kleine  [...] 

Weiterlesen

Liebe Leute, endlich ist es so weit!

Die Webseite ist neugestaltet und sieht jetzt auch auf Mobilgeräten toll aus! Und auch strukturell  hat sich einiges gebessert:

  • Die Beschlüsse sind jetzt klar als solche gekennzeichnet und lassen sich thematisch sortiert aufrufen
  • Die Pressemitteilungen sind jetzt nach Themen sortierbar
  • Wir haben jetzt eine extra Seite für Blogbeiträge. Falls ihr Lust habt, könnt auch ihr Artikel verfassen, den wir anschließend hier veröffentlichen!
  • Alle Beschlüsse, Pressemitteilungen und Artikel lassen sich nach Erscheinungsjahr sortieren
  • Alle herunterladbaren Interhalte inkl. Owncloud-Zugang sind nun in der Material-Seite zusammengefasst
  • Die Mailverteiler und der Kontakt zum LaVo sind nun unter Kontakt zu finden
  • Die Vorschau geteilter Artikel auf Facebook sieht dort nun weitaus besser aus
  •  [...] 

    Weiterlesen

    Datum: 26. Mai 2016 | Beschluss, Themen | Digital, Hamburg, Stadtentwicklung

    Wir GRÜNE sind eine zukunftsgerichtete Partei und trieben die Modernisierung unserer Gesellschaft voran. Ein Eckpfeiler davon ist die Vernetzung der Menschen.

    Die Lebens- und Arbeitswelt der Bürger_innen ist zunehmend in einem digitalen Kontext eingebettet. Ob Laptop, Netbook, Tablet oder Smartphone – mit dem Internet verbundene Geräte werden immer vielfältiger und sind kaum noch für jemanden aus dem Alltag wegzudenken. Jedoch haben nicht alle dieser Geräte automatisch einen Internetzugang über Mobilfunk und sind somit auf WLAN-Lösungen angewiesen. Das Bedürfnis nach Vernetzung muss sich deshalb in der Infrastruktur einer auf die Bürger_innen ausgerichteten Stadt widerspiegeln.

    Viele Pendler_innen würden die Zeit ihres täglichen Arbeitsweges gerne produktiver nutzen. Sei es, um mit dem Laptop schon mal die Mails im Büro zu checken oder auf dem Nach-Hause-Weg mit der Familie zu skypen. Oder wieso nicht einfach im Sommer den Arbeitsplatz in einen Park verlegen? Frei zugängliches Internet erweist sich als Grundbedürfnis vor allem für junge Wähler_innenschichten. Verbindung aufzubauen mit einem Netz, mit einer Stadt, mit den Menschen ist auch international für die Besucher_in, die keine lokale SIM-Karte und somit keine Mobilfunk-Datenverbindung hat, ein Zeichen von Weltoffenheit und Willkommen-Sein in Hamburg.

    Beispiele von internationalen Vorreiter_innen finden sich zu Hauf. Ein Blick nach Japan zeigt, was auf lange Sicht für den Tourismus möglich ist. Die staatliche App „Japan Connected-free Wi-Fi“ stellt offline Kartenmaterial und Reiseführer bereit und navigiert Tourist_innen jeweils zum nächstgelegenen der über 200.000 öffentlichen WLAN-Zugängen von Bahnen, Städten, und Einkaufszentren; selbst Geldautomaten haben ihre eigenen Hotspots! Moskau und Seoul demonstrieren, dass auch U-Bahn-Fahrgäste 100m unter der Erde nicht auf eine Verbindung verzichten müssen. In Estland, Österreich oder Schweden gibt es ebenfalls flächendeckend Zugänge in Behörden, auf öffentlichen Plätzen und in Bahnen.

    Mit dem Wegfall der deutschen Störer_innenhaftung eröffnen sich nun endlich die Möglichkeiten, zu den weltweiten Vorreiter_innen aufzuschließen. Stuttgart hat Anfang des Jahres bereits ein Pilotprojekt gestartet und testet, welche Technologie für die Ausstattung der S-Bahn Züge am geeignetsten ist.

    Deswegen fordern wir die GRÜNEN Senatsmitglieder sowie die GRÜNE Bürgerschaftsfraktion auf, die Vernetzung des öffentlichen Raumes in Hamburg energisch voranzutreiben.

    Ziel muss sein, ein Hamburg-weites Netzwerk mit einheitlicher und erkennbarer SSID, wie beispielsweise „Hamburg free WiFi“ zu etablieren. Dieses muss GRÜNEN Datenschutzstandards genügen und auf eine Registrierung und damit Beobachtung der Nutzer_innen verzichten. Der Benutzung soll möglichst einfach gestaltet werden, weshalb ein Verzicht auf AGB (Allgemeine Geschäftsbedingungen) wünschenswert wäre. [...] 

    Weiterlesen

    Ein Bericht von Zoey Prigge

    Im März bin ich nach Strasbourg zum Seminar “Open Source – Open Mind” gefahren, dass von FYEG und CDN – den junggrünen europäischen Dachorganisationen, in denen die GJ Mitglied bzw. Partner ist – in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum des Europäischen Rates organisiert wurde.

    Als Kernidee versuchte das Seminar den Zusammenhang des Open Source Gedankens (im Folgenden trotz Kontroverse als synonym für freie Software verwendet) mit den digitalen Menschenrechten zu verknüpfen. Wie kann der Zugang zu gemeinsamem Gut aktiv unsere Gesellschaft verändern und inwieweit müssen wir diesen sichern?

    Am ersten Tag haben wir uns nach einer Einführung überlegt, ob es eigentlich so etwas wie digitale Menschenrechte gibt. Sicherlich: noch sind diese nirgends festgehalten, doch dies sollte sich ändern. Nach einer Einführung was Menschenrechte eigentlich sind, haben wir uns dem Thema langsam angenähert und sind zu den folgenden Schlüssen gekommen: Schon heute erfahren Menschen ohne digitale Anbindung die Trennung von einer wachsenden globalen Wissens-, Informations- und Datenbank. Wenn auch einzelne diese Trennung aktiv wünschen so sollte es genauso ein Recht für jedes Individuum geben auf Wunsch, einen Zugang zum Internet zu haben. So beschreibt das “Digital Divide” jene Grenze zwischen den Menschen die Zugang haben – und denen, die häufig in Entwicklungsländern leben und vom Internet abgeschnitten sind, da einfach kein physikalischer (oder terrestrischer) Zugang besteht bzw. Die Endgeräte nicht erschwinglich sind. Im Zuge unserer Arbeit und unseres Engagements sollte es für uns also ein wichtiges Ziel darstellen, allen Menschen einen Zugang zum Internet zu ermöglichen. Damit einher geht ein weiteres Recht, dass wir als Menschenrecht festgehalten haben: Das Recht auf Privatsphäre, das auch im Internet gelten sollte; Menschlich gerechte Datenkommunikation funktioniert nur, sofern der Datenschutz gerechtfertigt ist. Dieser stellt, wie wir bereits im Europawahlkampf zeigten, ein wichtiges Ziel für uns dar. Im Verlaufe des Seminars haben wir außerdem gelernt, wie wir Emails verschlüsseln bzw. wie freie Tools bei denen Datenschutzlücken im Code ersichtlicher sind, datenfressende Closed Source Applikationen ersetzen können. Als Beispiel sei hier das freie “Dudle” genannt, dessen Sourcecode auf Github zu finden ist und leicht selbst gehostet werden könnte, anstatt einen uns bekannten, akustisch sehr ähnlich klingenden Konkurrenten zu nutzen, der sicherlich all unsere IP-Adressen und zugehörigen Tagesabläufe kennt :).

    Am nächsten Tag ging es dann ans Eingemachte: Was ist Open Source eigentlich? Wie ist die Definition? Was gehört dazu? Was sind Commons? Und kann etwas, das nicht Software ist eigentlich Quelloffen sein?
    Zunächst einmal haben wir – zu meinem Erstaunen – festgestellt, dass Commons, die Grundidee zumindest, hinter freier Software, nicht ausschließlich digital sind, sondern dass dieser Begriff alles Gemeine beschreibt, dass uns Menschen zur Verfügung steht. So stellt zum Beispiel ein veröffentlichter Fortschritt aus Medizin oder Forschung oder aber auch die Luft, die wir alle (glücklicherweise noch kostenlos) Atmen, ein kommunes Gut, auf das jeder Zugriff hat, dar.
    Aus dieser Idee abgeleitet ist das Ideal, das hinter freier Software steht. Die Idee, dass der Code bzw. das Rezept aus dem etwas gemacht wird für jede_n nachvollziehbar zur Verfügung gestellt wird. Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Open Source keinesfalls nur auf die Softwarewelt beziehbar ist. Tendenziell ist auch ein geteiltes Kochrezept Open Source, aber auch die Bauanleitung eines Hardwaretools, das frei und ohne Lizenzgebühr selbst nachgebaut werden kann.

    Daraus ließen sich in den nächsten Tagen dann die Werte erarbeiten, die für uns in Open Source bzw. freier Software vertreten sein müssen. So sollte der Sourcecode idealerweise nicht nur Quelloffen sein, sondern auch editierbar. Aus dem bekannten sollte etwas neues werden dürfen. Ob es dem Ideal genügt es zuzulassen, dass das neue Ergebnis für sich behalten oder gar verkauft werden darf bzw. Genau dies zu verbieten (Copyleft), blieb auch nach unserer Evaluation ein Streitpunkt. Im Zuge dessen haben wir auch das Problem der Lizensierung angesprochen. Jede_r, der_die sein_ihr Werk veröffentlicht, kann dies unter einer selbstgewählten Lizenz tun. Diese sind auch für Open Source bzw. Freie Software oftmals vielschichtig und unterschiedlich streng. Dies sollte jede_r die_der über Open Source philosophiert im Blick behalten. So heißt Open Source nämlich keinesfalls, dass eine Software nicht auch durch ein kommerzielles Unternehmen entwickelt worden sein kann und dann als Open Source veröffentlicht. Wenn auch die Gründe für diesen Schritt nicht dieselben Ideale sein wollen, haben wir auch die Vorteile der kommerziellen Vermarktung eines Open Source Produktes angesprochen. So wird das Verkaufsargument nicht die Software selbst, sondern die Infrastruktur und der Service der durch die Betreiberfirma geboten wird; durch die Veröffentlichung des Codes erreicht sie eine zusätzliche Glaubwürdigkeit, da klar nachvollziehbar ist, wie die gewährten Daten verwendet werden.

    Schlussendlich haben wir noch einen Tag damit verbracht persönliche Erfahrungen bzw. Projekte in Bezug auf Open Source, Hate Speech, Datenschutz, Social Media Sucht und andere Themen zu führen – der Form der Aktivität ist in diesem Falle die Mangelnde Berichterstattung zu entschuldigen. Sagen lässt sich allerdings, dass die Nutzung von geschlossenen sozialen Medien, die noch dazu eine fragwürdige Datenschutzpolice anwenden, durch Organisationen oft exklusiv ist gegenüber Menschen, die sich bei solchen Diensten nicht registrieren möchten, und nicht derart fortschrittlich, wie oft geglaubt.

    Nachdem wir uns auf unserer Abschiedsfeier nochmals alle gegenseitig alles Gute gewünscht haben – einen Dank und herzlichen Gruß an all die lieben Menschen, die ich aus ganz Europa (und Asien) kennen und schätzen gelernt habe – haben wir an einem letzten Tag unsere Study Session evaluiert. Dabei haben wir beschlossen, dass die Session nachbereitet wird und uns allen in Form einer Wissenssammlung – ganz dem Commons Ideal entsprechend – zur Verfügung stehen wird. Noch ist diese nicht veröffentlicht aber ich werde euch gerne den Link teilen, sobald dies geschieht.

    Auch werde ich meine Arbeit mit Open Source fortsetzen, da ich seit Mai Mitglied der Open Source Initiative von CDN bin, die das Seminar mit organisiert hat und uns ihre Arbeit vorgestellt hat. Weiterlesen