' Antifaschismus – GRÜNE JUGEND Hamburg

Antifaschismus

Wir alle verfolgen die Corona-Pandemie mit größter Aufmerksamkeit. Natürlich ist Anstrengung geboten, die Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckung umzusetzen. Nach Möglichkeit versuchen wir jungen und gesunden Menschen auch Unterstützung für Risikogruppen anzubieten. Dies müssen wir weiterhin tun. 

Aber auch das politische Leben in unserem Land geht weiter – und wir sehen, dass wie immer die arbeitenden Menschen die Krise auf ihren Schultern tragen. In den sogenannten systemrelevanten Berufen können die Arbeitszeiten durch ein neues Gesetz, welches ohne Zustimmung des Bundestages beschlossen wurde, bis zu 12 Stunden lang werden. Dies betrifft vor allem Pflegepersonal, welches durch das kaputt gesparte Gesundheitssystem sowieso ständig am Limit ihrer Kräfte arbeitet. Diese riesigen Mängel, die durch die Privatisierung des Gesundheitssystems zustande gekommen sind, zeigen sich während der Pandemie deutlich. Mit unserer Gesundheit dürfen keine Profite gemacht werden! Krankenhäuser müssen in öffentliche Hand und ausfinanziert werden! Die unterbezahlten, systemrelevanten Berufe finden jetzt in der Bevölkerung große Anerkennung, doch es darf nicht beim Klatschen bleiben: diese Lage zeigt uns ein für alle Mal, dass gerechter Lohn und mehr Personal nötig sind!  [...] 

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Artikel aus der Kategorie „Engagement auf der Straße“ des PIEKS 06/2019

Wenn Politiker*innen wegen ihrer solidarischen Haltung gegenüber Geflüchteten ermordet werden, bedarf es eines lauten Aufschreies der Gesellschaft. So kam es auch, nachdem in der Nacht auf den 2. Juni der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke auf seiner Terrasse erschossen wurde. Hauptverdächtig ist der rechtsextreme und vorbestraften Stephan E., welcher bereits ein Geständnis abgelegt hat. 

Wegen dieses Angriffs auf unsere Demokratie und Rechtsstaatlichkeit haben wir am 17. Juni gemeinsam mit mehreren hundert Antifaschist*innen vor der Roten Flora sowie im Schanzenviertel demonstriert und ein klares Zeichen gegen rechte Gewalt gesetzt. Am 22. Juni folgte eine Kundgebung vor der Hamburger AfD-Parteizentrale – ein Ort, der symbolisch für die Verschiebung der gesellschaftlichen und politischen Debatte nach rechts, sowie die Etablierung menschenverachtender Positionen steht. Dort hielten verschiedene Organisationen wie Seawatch, die OMAS GEGEN RECHTS und die Antifa Altona Ost Redebeiträge zur aktuellen politischen Lage, ihrem antidiskriminierendem und solidarischem Grundverständnis von gesellschaftlichem Zusammenleben und der (nicht vorhandenen) Aufarbeitung des NSU-Komplexes in Hamburg. [...] 

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